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Gegner werfen ihm Arroganz vorKarl-Stunk bei Bayern-Sieg: „Nicht auch noch verarschen“

Lennart Karl fliegt nach einem Bodycheck durch die Luft.

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH

Nach dem Bodycheck von Anselmo Garcia MacNulty ging Lennart Karl erstmal fliegen.

Trotz klarer 5:1-Führung kochen die Emotionen über: Weshalb das Pokalduell des FC Bayern eskalierte.

Unzählige Nickligkeiten, harte Attacken und Gelbe Karten! Niemand im Stadion hatte für die Schlussphase noch derartige Turbulenzen erwartet.

Schließlich lag der FC Bayern München im DFB-Pokalduell mit dem 1. FC Magdeburg zehn Minuten vor Abpfiff bereits uneinholbar mit 5:1 in Front. Das spätere Endergebnis lautete 6:1. Obwohl der Sieger längst feststand, brannten auf dem Spielfeld plötzlich sämtliche Sicherungen durch.

Harte Attacke gegen Karl: Bayern-Bank tobt vor Wut

Wie kam es zu diesem Ausbruch? Ausgelöst wurde der Ärger, zumindest aus Sicht der Magdeburger, durch das Verhalten der Münchner. Diese passten sich das Leder in der Spielfeldmitte endlos zu. Dieses Auftreten sorgte im Lager der Magdeburger für extremen Frust. Die Spieler aus Magdeburg empfanden das Ballgeschiebe als Respektlosigkeit. Das berichtet die „Bild“.

Für FCM-Verteidiger Tobias Müller (32) stand auch der Hauptschuldige schnell fest: Lennart Karl (18)! Nach Ansicht des Routiniers ging die überhebliche Passstafette maßgeblich von dem Jungspund aus. Kurzerhand rempelte Müller den Teenager um. Anschließend verpasste er ihm noch eine deutliche verbale Ansage.

Später erklärte der Abwehrspieler ganz offen die Gründe für seinen kurzen Wutausbruch: „Ja, ich habe mir gesagt, es steht 5:1 und wir haben die 80. Minute. Für mich war das schon provokant, diese Situation. Sie brauchen uns jetzt nicht auch noch verarschen. Es war ein kleiner Rempler gegen ihn. Einige Minuten später habe ich mich aber auch entschuldigt. Es musste ja auch nicht sein, dass wir sie deswegen zuhacken.“

Ruhe kehrte nach dieser Szene jedoch keineswegs ein. Besonders Anselmo Garcia Mac Nulty (23), der neben Müller verteidigte, kochte wegen der Münchner Mätzchen innerlich weiter. Er suchte erneut das Duell mit Karl und streckte den 18-Jährigen durch Bodycheck nieder.

Daraufhin eskalierte die Situation an der Münchner Seitenlinie komplett. Lautstark beschwerten sich sämtliche Betreuer und Ersatzspieler – allen voran Assistenzcoach Aaron Danks, der als Ersatz für Kompany fungierte.

Für die heftigste Szene in diesem hitzigen Gefecht sorgte letztlich ein Spieler des Rekordmeisters. Nahe der Außenlinie räumte Joker Aleksandar Pavlovic (22) den Magdeburger Torschützen Mateusz Zukowski (24) mit einer rücksichtslosen Grätsche ab.

Dieser Einsatz blieb für den polnischen Spieler nicht ohne schmerzhafte Konsequenzen, denn seine Schulter wurde bei dem Sturz lädiert. An eine Auswechslung dachte der Kämpfer jedoch überhaupt nicht – Zukowski hielt trotz der Blessur bis zum Schlusspfiff durch. (red)