Holstein Kiel konnte im Pokal-Elfmeterschießen gegen Hoffenheim nicht nur auf Torwart Lio Rothenhagen bauen. Auch ein Flötenspieler half mit.
Verrückte Szenen im DFB-PokalBlockflöten-Fan irritiert Schützen im Elferschießen

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Die Spieler von Holstein Kiel jubeln über den Einzug ins Pokal-Achtelfinale.
Gerade mal eine der 16 Zweitrunden-Partien im DFB-Pokal musste in die Verlängerung, doch der Nachschlag beim Spiel zwischen Holstein Kiel und der TSG Hoffenheim am Mittwoch (28. Oktober 2026) entschädigte für die vielen anderen Partien, in denen die Entscheidung schon früh gefallen war.
Der Zweitligist setzte sich am Ende mit 4:3 im Elfmeterschießen durch, weil mit Leon Avdullahu und Mats Rots zwei Gäste-Spieler scheiterten. Die Störche durften sich für das Weiterkommen nicht nur bei Torwart Lio Rothenhagen (20) bedanken.
Blockflöte und Rudelbildung bei Kiel - Hoffenheim
Während der Entscheidung vom Elfmeterpunkt wurde es kurios: Beim Showdown, der vor der Kieler Fankurve stattfand, versuchte der Anhang des Zweitligisten alles, um die Hoffenheimer Schützen maximal zu irritieren.
Direkt hinter dem Tor schwenkten Fans wild mit ihren Flaggen, gleichzeitig waren im Stadion beim Anlauf der Gäste immer wieder sonderbare Geräusche zu hören – in etwa wie beim schiefen Spielen einer Blockflöte. Wenn die Holstein-Profis dran waren, verstummte die Katzenmusik schlagartig.
Vor den Fernsehern waren die schiefen Töne zahlreichen Zuschauern aufgefallen. „Die Blockflöte ins Mikro“ habe für Kiel das Elfmeterschießen gewonnen, schrieb eine Userin beim Kurznachrichtendienst X. Ein anderer fragte irritiert: „Spielen die da in Kiel wirklich Walgeräusche ab, um die Schützen zu verwirren?“
Gleich zwei Hoffenheimern versagten anschließend dann tatsächlich auch die Nerven, sodass Holstein den Sprung ins Achtelfinale feiern dürfte.
Bei einer Rudelbildung hinter dem Tor kochten die Emotionen anschließend noch einmal kurz über. Besonders Gäste-Torwart Luca Philipp (25) war sichtlich frustriert und zoffte sich mit mehreren gegnerischen Spielern.
Schiedsrichter Bastian Dankert (46) löste die Szene letztlich aber schnell wieder auf und kam ohne Karten nach dem Abpfiff aus. (bc)
