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„Auf jeden Fall der Schlüsselspieler“Neue FC-Variante sorgt für große Begeisterung

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Der 1. FC Köln ist mit fünf Toren ins Achtelfinale des DFB-Pokals gestürmt. Aber auch defensiv war der FC diesmal voll auf der Höhe.

Über eines waren sich beim 1. FC Köln am Dienstag (27. Oktober 2026) nach der Pokal-Gala gegen Union Berlin alle einig: Das tat richtig gut! Das satte 5:0 gegen den Bundesliga-Konkurrenten war nach den herbstlich-grauen Vorwochen der so dringend benötigte Stimmungs-Booster.

Angesichts der fünf Treffer, die Doppelpacker Said El Mala (20), sein überragender Offensiv-Kollege Linton Maina (27) sowie die Joker Isak Johannesson (23) und Sebastian Sebulonsen (26) erzielten, geriet ein Detail in den Schatten, das eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hatte.

Wagner feiert beim FC zwei weiße Westen in Folge

Nachdem sich Trainer René Wagner (38) in seinen ersten 14 Spielen als Cheftrainer immer über mindestens ein Gegentor hatte ärgern müssen, spielte seine Mannschaft nun zum zweiten Mal in Folge zu null!

Während die Kölner Offensive zu Hochform auflief und sich einen ordentlichen Selbstvertrauens-Schub abholte, leisteten auch die Kollegen auf der anderen Seite des Feldes erstklassige Arbeit. Daran hatte eine neue FC-Variante großen Anteil.

Immer wieder stellten sich die Kölner gegen Union defensiv in einer Dreierkette auf, bei der Abräumer Tom Krauß (25) halblinks verteidigte, gleichzeitig aber auch Paul Okon-Engstler (21) immer wieder als Abfangjäger im Zentrum unterstützte.

„Ich würde fast sagen, der hat alles auf einmal gespielt. Und der FC hat auch gefühlt mehrere taktische Varianten parallel laufen lassen“, schwärmte KStA-Sportchef Christian Löer im FC-Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger über Krauß: „Sehr interessant. Vor allem wenn man dann sieht, wie gut es funktioniert.“

Auch EXPRESS-Reporter Uwe Bödeker war von der taktischen Anordnung auf dem Rasen positiv überrascht und lobte die Umsetzung, besonders von Allrounder Krauß: „Das war auf jeden Fall für mich auch der Schlüsselspieler. Natürlich hast du vorne die Jungs, die mit Toren glänzen. Aber was Tom Krauß da abgerissen hat, das war wirklich der Schlüssel für das FC‑Spiel.“

Dass Verteidigen nicht nur brotlose Kunst ist, zeigte sich dann auch beim 1:0, mit dem der FC in der 32. Minute den Bann brach: Krauß antizipierte einen gegnerischen Pass und rückte aus der Dreierkette, eroberte dabei in der eigenen Hälfte den Ball und leitete so den Konter ein. El Mala brachte die Sache schließlich im Zusammenspiel mit Maina zu Ende und schoss die Kölner in Front.

Bei allem Lob für die furiose Offensive hob Wagner nach dem Spiel auch die Defensive hervor und lobte: „Die Jungs haben sich in alles reingeschmissen gegen eine Mannschaft, wo es nicht einfach ist, solche Sachen zu verteidigen.“

Nachdem die Freude über die erste weiße Weste unter Wagner gegen Schalke am Wochenende noch durch die lahmende Offensive getrübt worden war, durfte sich dieses Mal auch die Kölner Abwehr gebührend feiern lassen. (bc)