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Er hört alles mit anHoeneß kritisiert Frankfurt-Boss: „Wird er auch noch begreifen“

Uli Hoeneß nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Das bekamen nun auch die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt.

Der Bayern-Macher redet Tacheles! Bei einem Event in der Frankfurter School of Finance & Management nutzte Uli Hoeneß (74) am Donnerstagabend die Bühne für eine schonungslose Analyse. Die war allerdings nicht für seinen eigenen Klub, sondern für die Konkurrenz bestimmt.

Sein Kumpel, Eintracht-Ehrenaufsichtsrat Wolfgang Steubing (76), bekam eine Auszeichnung. Und im Publikum saß einer, der ganz genau hinhörte: Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann (54). Das berichtet „bild.de“.

Ist das Eintracht-Konzept gescheitert?

Hoeneß ließ keinen Zweifel daran, was er von der Eintracht-Strategie hält, Talente günstig holen und sie rasch mit hohem Gewinn wieder abgeben. Gar nichts. Er stellte klar: „Ich persönlich bin kein großer Freund vom Verkauf von guten Spielern“, und schob direkt hinterher: „Beim FC Bayern sind wir ein Käuferverein und kein Verkäuferverein.“

Anschließend folgte die direkte Botschaft an Hellmann: „Und jetzt wird Axel Hellmann auch noch begreifen, dass man auf Dauer eben bei jedem Verkauf auch Substanz verliert.“ 

Mit diesem Vorgehen haben die Hessen, federführend Sportchef Markus Krösche (45), in der Vergangenheit enorme Gewinne aus Spielerverkäufen gemacht. Vorgegeben wurde dieser Kurs vom Aufsichtsrat. Das Ziel: Im Kampf um die Champions-League-Plätze konkurrenzfähig bleiben.

Aber im Moment gerät dieses System offenbar ins Stocken. Im aktuellen Geschäftsjahr könnte ein Defizit von bis zu 20 Millionen Euro anfallen. Falls die Eintracht die Qualifikation für Europa verpasst, droht sogar ein noch größeres Loch in der Kasse. Schon im vergangenen Jahr stand in der Bilanz ein Minus von 8,3 Millionen Euro.

Ein zentraler Punkt für Hoeneß: Die Fans müssen sich mit ihren Stars identifizieren können. Als perfektes Gegenmodell führte er Harry Kane an: „Der ist ein Traum für Bayern München. Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen.“ Kane sei nicht nur ein globales Aushängeschild, sondern auch ein Mentor für die Nachwuchskräfte.

Während seiner Rede machte sich Hoeneß außerdem klar für das Ende der 50+1-Regel stark. Das würde die Konkurrenzfähigkeit der Liga steigern, weil Klubs wie Borussia Mönchengladbach einfacher Geldgeber an Bord holen könnten. Eine Ansicht, die bei Eintracht-Chef Hellmann auf kompletten Widerspruch stößt. Er ist ein überzeugter Befürworter der Regelung. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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