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Neuanfang nach der KarriereFrüherer Bayern-Profi geht jetzt in die Politik

Aus Rott am Lech schaffte es Andreas Görlitz bis in die deutsche Nationalmannschaft, jetzt will er sich in seiner Heimat politisch engagieren.

Als Profi-Fußballer heimste er zahlreiche Trophäen mit dem FC Bayern München ein, jetzt will Ex-Nationalspieler Andreas Görlitz (43) sich auf einem komplett neuem Spielfeld versuchen: Der ehemalige Außenverteidiger geht in die Politik.

Görlitz, der im Jahr 2004 zweimal für die DFB-Auswahl auf dem Rasen gestanden hatte, will sich in Rott am Lech im Kreis Landsberg in den Gemeinderat wählen lassen. In der „TZ“ sprach er über sein Vorhaben und seine politische Orientierung.

Andreas Görlitz will seine Heimat politisch mitgestalten

„Ein aktueller Gemeinderat hat sich nach Kandidaten umgeschaut und meine Frau angesprochen. Ich kenne den ganz gut, er dachte wohl, dass er mich gar nicht erst fragen braucht. Aber ich bin so auf die Idee gekommen, mich aufstellen zu lassen, um für unseren Ort aktiv Ideen einzubringen“, sagte Görlitz über den eher zufälligen Beginn seiner politischen Ambitionen.

In Rott begann Görlitz als Siebenjähriger mit dem Fußball, durchlief später diverse Jugend-Abteilungen von 1860 München und wechselte 2004 für 2,5 Millionen Euro innerhalb der Stadt die Farben.

Mit den Bayern gewann er gleich in seiner ersten Saison das Double, wiederholte den Coup fünf Jahre später. Insgesamt schnürte Görtlitz in zwei Etappen in 26 Pflichtspielen die Schuhe für den Rekordmeister.

Bei seinem Heimatverein TSG Rott-Lech in der Kreisliga A ist Görlitz seit Sommer Trainer, in der Dorfgemeinschaft ist der Hobby-Musiker bestens bekannt. „Klar kennen mich viele noch aus meiner Zeit als Fußballprofi. Aber ich bin in Rott aufgewachsen, das ist meine Heimat. Und die will ich auch mitgestalten“, betonte er.

Andreas Görlitz stemmt die Meistetrschale in die Luft.

Andreas Görlitz 2010 beim Rathausempfang nach der Meisterschaft mit dem FC Bayern.

Im CSU-Land Bayern geht Görlitz in der Dorfgemeinschaft Rott politisch einen anderen Weg, erklärte über seine Orientierung: „Ich würde sagen Mitte links.“ Gleichzeitig schränkte er ein: „Bei uns im Dorf spielt das keine große Rolle, da gibt es zwei Listen, die je zwölf Kandidaten zur Wahl stellen. Allen geht es aber hoffentlich um das Wohl der Gemeinde.“

Anfang des Jahres hatte er seine politischen Ambitionen bereits auf Instagram verkündet und geschrieben: „Im März ist Wahl – und ich habe mich entschieden, für den Gemeinderat zu kandidieren. Nicht, weil ich alles besser weiß. Sondern weil ich mitgestalten möchte. Weil ich als Teil eines Teams Verantwortung übernehmen und gemeinsam Entscheidungen für die Zukunft unseres Ortes treffen will.“

Arjen Robben (l.) und Franck Ribery mit guter Laune auf dem Platz.

„Mag ich überhaupt nicht“

Robben spricht über Vergleich mit Bayern-Stars