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Transfer-Wut mit krassen FolgenStadionschock bei Erstligist: 70.000 passen rein – 5000 sind da

Die Mannschaften stehen vor dem Spiel aufgereiht, auf der Tribüne dahinter sind kaum Fans.

Copyright: IMAGO/IPA Sport

Das Spiel zwischen Lazio Rom und US Sassuolo ging vor fast leeren Rängen über die Bühne.

Serie-A-Spiel vor fast leeren Rängen: Bei einem italienischen Traditionsverein eskaliert der Konflikt zwischen Fans und Klubführung.

Der Unmut der Fans des italienischen Fußball-Erstligisten Lazio Rom gegenüber dem Klubpräsidenten Claudio Lotito hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Einem Protestmarsch zum Stadio Olimpico folgte beim Heimspiel am Montagabend gegen US Sassuolo (2:1) der bereits vierte Stadionboykott in Folge.

„Wenn der Trainer einen Spieler will, soll er ihn selbst kaufen“

Lediglich 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Begegnung. Das Stadion, in dem Deutschland 1990 Weltmeister wurde, fasst gut 70.000 Fans.

In dem bereits seit Jahren währenden Konflikt werfen die Fans dem 68 Jahre alten Klubpräsidenten unter anderem eine zu zurückhaltende Transferpolitik und mangelnde Investitionen in die sportliche Entwicklung der Mannschaft vor.

Bei der jüngsten Demonstration ihrer Unzufriedenheit versammelten sich die Anhänger vor der Curva Nord, ihrem üblichen Fanblock, und feuerten die Mannschaft von außerhalb des Stadions an.

Laut Medienberichten soll Lotito Ende Februar einem klärenden Gespräch mit den unzufriedenen Fans zugestimmt haben, doch zuletzt hatte eine ungewollte Veröffentlichung eines Telefongesprächs für erneute Irritation gesorgt.

„Dieser Verein hat nur einen Chef, und das ist Claudio Lotito. Nicht Sarri. Wenn Sarri einen Spieler will, soll er ihn selbst kaufen. Der Trainer muss mit den vorhandenen Spielern arbeiten, sonst ist er kein guter Trainer“, sagte Lotito in dem Gespräch über Trainer Maurizio Sarri. (sid)

Joshua Kimmich gestikuliert.

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