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Bayern-Coach in heller AufregungKompanys dringender Appell an seine Stars

Bayern München - 1. FC Union Berlin

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Torschützen unter sich: Harry Kane, Serge Gnabry und Michael Olise (v.l.).

Die Bayern-Offensive rollt, doch der Coach zittert.

Nach dem 4:0 gegen Union Berlin und vor dem Duell mit Real Madrid hat der Coach nur eine Sorge

Vincent Kompany verabschiedete seine Offensiv-Giganten wie Harry Kane und den „häufig unterschätzten“ Serge Gnabry nach den Treffern 94, 95, 96 und 97 in der Bundesliga mit einer einzigen, innigen Bitte in Richtung Nationalmannschaften: „Bitte, bitte, kommt gesund zurück!“ Der in Deutschland mittlerweile hochgeschätzte Coach sehnt es herbei, nach den schmerzhaften Erlebnissen im Frühling seines ersten Jahres bei den Bayern mit einem möglichst vollständigen Aufgebot die letzten Schritte zum Triple zu machen.

Nach den kommenden Länderspielen wird es für den deutschen Rekord-Champion richtig zur Sache gehen. Dann stehen nicht nur die finalen Zähler für den fest eingeplanten 35. Meistertitel auf dem Spiel, der durch den anvisierten Rekord von über 101 Toren einen besonderen historischen Wert bekommen soll.

Bayern München - 1. FC Union Berlin

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Vincent Kompany dirigiert die Bayern Richtung Torrekord.

Anfang April ist zudem das Kracher-Duell in der Königsklasse gegen Real Madrid terminiert, das aktuell alles andere in den Schatten stellt. Selbst nach dem souveränen 4:0 (2:0) über Union Berlin war dieser europäische Klassiker ein allgegenwärtiges Gesprächsthema. „Die Vorfreude ist riesig“, äußerte Joshua Kimmich, der seine elfte Spielzeit in München bestreitet. „Wir hatten schon viele Spiele gegen Real, seitdem ich dabei bin. Wir sind jedes Mal rausgeflogen. Wir hatten sehr oft auch Pech. Es ist mal an der Zeit! Wir sind gut drauf“, verkündete der Kapitän des DFB-Teams.

„Serge? Wahnsinn! Überragend!“

Speziell die Offensive ist in Topform. „Dass wir jetzt schon bei 97 Toren stehen, ist wirklich krass. Das hätte ich so nicht erwartet. Das zeigt einfach, wie gut unsere Offensive ist“, meinte Serge Gnabry. Der Nationalspieler netzte gegen die „Eisernen“ gleich doppelt ein, was sicherlich auch Bundestrainer Julian Nagelsmann im Vorfeld der WM-Testpartien gegen die Schweiz und Ghana registriert haben wird. Kimmich lobte seinen Kumpel überschwänglich: „Serge? Wahnsinn! Überragend! Zum Glück haben wir den verlängert.“

Gnabry stellte sich am Samstagabend in der Allianz Arena lächelnd für eine Aufnahme mit Leon Draisaitl. Auch Kimmich, Leon Goretzka und Kane, der gegen Union seinen 31. Treffer der Saison markierte, wurden bei einem lockeren Gespräch mit dem Eishockey-Star der Edmonton Oilers gesehen. NHL-Profi Draisaitl ist für die Behandlung einer Blessur in München und stattete den Bayern-Stars einen Besuch ab.

Jagd auf die 101-Tore-Marke von Müller und Hoeneß

101 Treffer – das ist die immer noch gültige Bestmarke der Bayern-Ikonen um den „Bomber“ Gerd Müller und den jetzigen Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß aus der Spielzeit 1971/72. „Er wird fallen“, äußerte Sportdirektor Christoph Freund eine ziemlich sichere Vorhersage. „Wenn wir ihn dann brechen, werden wir schauen, wie weit wir ihn nach oben schrauben können“, gab Gnabry als Ziel aus.

„Verrückt, dass wir so früh bei 97 sind. Wir geben weiter alles“, erklärte auch Kimmich. Was sind die Ursachen für diese herausragende Quote? „Wir können aus jeder Phase des Spiels Tore machen. Wir können kontern, wir können Standards, wir können Ballbesitz, wir können Schnellangriff. Wir haben viele Möglichkeiten, Tore zu erzielen“, gab Kimmich zur Antwort.

Die Bestmarke hätte laut dpa-Informationen sogar schon am 27. Spieltag übertroffen werden können, wie Unions Spielführer Christoph Trimmel offen zugab. „Wenn du Pech hast, gehst du 0:8 unter. Das kann auch passieren.“ Torschütze Olise zum 1:0 und der junge Star Lennart Karl trafen nur das Aluminium. Und selbst Kane ließ ausnahmsweise die eine oder andere Top-Gelegenheit liegen. „Den Schwierigsten habe ich gemacht“, witzelte er.

Bayern München - 1. FC Union Berlin

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Harry Kane ballt nach seinem 31. Saisontor auf dem Rasen sitzend die Fäuste.

Für Kompany und seine Stars aus München sieht die Fußballwelt momentan perfekt aus. „Wir sind da, wo wir sein müssen und sein wollen“, konstatierte der Trainer. Und dieser Zustand soll anhalten, nachdem im März 2025 wichtige Spieler wie Alphonso Davies oder Dayot Upamecano mit gravierenden Verletzungen von ihren Nationalmannschaften zurückkamen.

Pavlovic zum DFB? „Da muss man vorsichtig sein“

Deshalb verbargen Kompany und Freund am Samstagabend ihre Sorgen bezüglich Aleksandar Pavlovic nicht, der gegen Union aufgrund von Hüftproblemen ausfiel und nach ihrer Meinung besser nicht zur DFB-Auswahl fahren sollte. „Da muss man vorsichtig sein“, warnte Sportdirektor Freund. Der DFB benötige „einen fitten Pavlovic für die WM - und wir für die letzten zwei Monate“, stellte Kompany klar. Die bevorstehenden Länderspiele seien schließlich nur „Freundschaftsspiele“.

Kompany quält noch immer das Horror-Erlebnis aus dem Viertelfinale 2025, als ihm gegen Inter Mailand beinahe eine ganze Mannschaft nicht zur Verfügung stand. „Ein wichtiges Detail ist, dass wir im ersten Spiel neun Verletzte hatten“, rief er in Erinnerung. Die Namen listete er einzeln auf, beginnend bei Manuel Neuer über Jamal Musiala, Davies, Upamecano und Kingsley Coman bis hin zu Aleksandar Pavlovic. „Fußball ist auch die Qualität, die Spieler zur Verfügung zu haben“, so Kompanys mahnende Botschaft. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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