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Nach flapsigem Spruch Bayern-Trainer Nagelsmann besucht Feuerwehr – Übungseinsatz in 30 Meter Höhe

Julian Nagelsmann vom FC Bayern München steht am Spielfeldrand.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (hier am 17. April 2022) griff mit einem flotten Spruch bei der Pressekonferenz daneben.

Julian Nagelsmann hat im Vorfeld des Spiels zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund mit einem Spruch die Verantwortlichen der Münchner Feuerwehr verärgert.

Dieser Spruch ging nach hinten los. Vor dem Bundesliga-Kracher zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund am Samstagabend (23. April 2022) hat Rekordmeister-Coach Julian Nagelsmann (34) sich bei seiner Wortwahl vergriffen.

Die Bayern sollten die zehnte Meisterschaft in Serie klarmachen, Nagelsmann glaubte, dass seine Truppe sich auch dann nicht hängen lassen würde.

Er unterstrich das mit einem flapsigen Spruch. „Das ist ja auch unser Beruf. Wir sind ja nicht ehrenamtlich unterwegs. Wir können uns nicht entscheiden. Wir haben Bock zu haben! Wir sind nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr Südgiesing, sondern beim FC Bayern München. Und da geht's drum, dass man in jedem Spiel versucht, eine ordentliche Leistung abzuliefern“, hatte Nagelsmann im Vorfeld der Partie bei der Pressekonferenz gesagt.

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Julian Nagelsmann: „Wir sind nicht bei der Feuerwehr Südgiesing“

Mit diesen Sätzen wollte der Münchner Coach eigentlich nur dokumentieren, dass seine Stars immer alles geben. Tun dies die Münchner Feuerwehrleute etwa nicht? „In Bayern leisten 320.000 Freiwillige Feuerwehrleute 24 Stunden täglich mit einem Stundenlohn von 0,00 Euro ihren Einsatzdienst. Sie haben alle zweieinhalb Minuten einen Einsatz“, sagte Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, zu „Bild“.

Daher kamen die Nagelsmann-Äußerungen bei ihm überhaupt nicht gut an. „Wir sind bestürzt über die Äußerung, weil sie das Engagement unser Retter diskreditiert. Wir laden Herrn Nagelsmann gerne ein, sich mal eine Wache der Freiwilligen Feuerwehr in Bayern anzuschauen, um mögliche Missverständnis auszuräumen.“

Nagelsmann nahm die Einladung an und hat nach seinem unglücklichen „Feuerwehr-Spruch“ die freiwilligen Einsatzkräfte der Feuerwache 4 in München-Schwabing am Montag (25. April 2022) besucht.

Auf Instagram schrieb der Trainer:  „Meine Aussage zur Freiwilligen Feuerwehr in der Pressekonferenz vergangene Woche war unglücklich formuliert. Ich wollte nie die Freiwillige Feuerwehr oder irgendeinen ehrenamtlichen Helfer diskreditieren. Mir ging es bei meiner Aussage rein um das Wort freiwillig. Mir war auch schon vor dem Besuch klar, welche wichtige Rolle jeder einzelne ehrenamtliche Helfer leistet und wie wichtig das Ehrenamt ist. Sozial engagierte Menschen wie bei der Freiwilligen Feuerwehr sind absolute Vorbilder und für eine funktionierende Gesellschaft elementar.“

Die Freiwillige Feuerwehr simulierte im Rahmen von Nagelsmanns Besuch einen Einsatz, bei dem Personen aus einem brennenden Gebäude geborgen wurden. Dabei ging es für Nagelsmann mit dem Drehleiterfahrzeug auch 30 Meter in die Höhe. Außerdem überreichte der FCB-Meistercoach den Einsatzkräften ein Bayern-Trikot mit der Notrufnummer 112.

„Wir nehmen Ihre Entschuldigung selbstverständlich an und wissen es zu schätzen, dass Sie sich vor Ort die Zeit für uns genommen haben“, sagte Claudius Blank, Stadtbrandrat und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr München, in Richtung Nagelsmann.

Schon zuvor hatte sich Nagelsmann entschuldigt: „Ich bin der Letzte, der ein Ehrenamt oder die Feuerwehr diskreditiert. Ich entschuldige mich bei allen, die es in den falschen Hals bekommen haben.“

Feuerwehr-Boss über Nagelsmann: „Wir sind bestürzt“

Kritik gab es auch von Hartmut Ziebs, dem Ex-Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes: „Im Gegensatz zu hoch bezahlten Fußballprofis haben die Feuerwehrleute im Einsatz nur eine Chance, um Menschenleben zu retten. Für uns gibt es kein Rückspiel. Die mehr als eine Million ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland liefern täglich unbezahlt eine Höchstleistung ab.“

Der ehemalige Vizepräsident des Weltfeuerwehrverbandes: „Daher sollte Herr Nagelsmann überdenken, ob er mit dem Spirit der freiwilligen Feuerwehrleute seine Spieler besser motivieren kann. Seine Aussage, der FC Bayern sei nicht die Freiwillige Feuerwehr von Südgiesing, disqualifiziert den Profi-Fußball. Erst denken, dann reden.“ Das wird Nagelsmann sicher in Zukunft beherzigen. (msw)

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