„Gut gemacht, Julian!“ Nagelsmanns Sieg-Tipp für die Bayern aus dem Hotel

Serge Gnabry (l.) und Leroy Sané klatschen nach dem Spiel von Bayern München in der Champions League miteinander ab.

Joker Serge Gnabry (l.) und Doppeltorschütze Leroy Sané waren entscheidende Faktoren beim Sieg von Bayern München am 20. Oktober 2021 in der Champions League bei Benfica Lissabon.

Der FC Bayern bleibt in der Champions League mit dem 4:0 in Lissabon auf Kurs. Auch dank eines Tipps von Julian Nagelsmann aus dem Krankenbett.

Lissabon. Julian Nagelsmann (34) gilt nicht nur in Sachen Taktik als der Prototyp des modernen Trainers, auch technisch will er die Entwicklung des Fußballs vorantreiben. Und so ließ er sich auch von seinem Infekt nicht abhalten, seinem FC Bayern im Champions League-Spiel bei Benfica Lissabon am Mittwoch (20. Oktober 2021) den entscheidenden Tipp beim 4:0 (0:0) zu geben.

Sein Vertreter Dino Toppmöller (40) hatte die Sache bis dahin gut gemacht. Ihm wurde das Trainer-Gen ja quasi in die Wiege gelegt. Papa Klaus Toppmöller (70) hatte vor 20 Jahren sein erfolgreichstes Jahr als Trainer. Mit Bayer Leverkusen griff er damals nach drei Titeln, am Ende wurde er in Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League jeweils Zweiter, festigte den Ruf von Bayer als „Vizekusen“ für die Ewigkeit, wurde aber trotzdem Trainer des Jahres.

Julian Nagelsmann coachte FC Bayern aus dem Krankenbett

Mit 70 Jahren ist Toppi im wohlverdienten Ruhestand, die Karriere des Sohnes fängt gerade richtig an und da kommen ein paar Tipps des Chefs gerade Recht. Julian Nagelsmann, der auch schon mal über den ferngesteuerten Fußball-Profi nachdenkt, wollte mit den Analysten auf der Tribüne verbunden sein, die wiederum hatten eine Standleitung zur Bayern-Bank. Doch die Funkleitung hakte in der ersten Hälfte – genauso wie das Spiel des FC Bayern.

Dino Toppmöller beim Interview.

Dino Toppmöller vertrat Julian Nagelsmann beim 4:0-Sieg über Benfica Lissabon am 20. Oktober 2021.

Nagelsmann: Tipp mit Serge Gnabry brachte Bayern-Wende

„Julian hat die Entscheidungen getroffen“, erklärte Toppmöller nach der Partie. Vor allem die Einwechslung des offensiven Serge Gnabry (26) für Benjamin Pavard (25) erwies sich als entscheidende Maßnahme, die den 14-Minuten-Lauf mit vier Toren auf den Weg brachte und Bayern mit drei Siegen und 12:0 Toren auf beeindruckendem Kurs behielt.

Toppmöller: „Es war schon eine mutige Entscheidung, Serge zu bringen, aber am Ende des Tages eine goldrichtige. Da hat man gemerkt, dass Julian zwar krank ist, im Kopf aber dennoch fit.“ Seine eigene Rolle spielte der Assistent Nagelsmanns bescheiden herunter: „Die Jungs waren auf alles top vorbereitet, ich habe sicher nicht den großen Zampano gemacht. Gut gemacht, Julian!"

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