Bei Orjan Nyland geht momentan alles schief. Der vierte Fehler im Nationaltrikot hintereinander hatte nun Konsequenzen.
Wir waren uns einigEx-FC-Trainer sägt Bundesliga-Keeper direkt nach Spiel ab
Eigentlich sollte die Partie in Wales für Orjan Nyland (35) die Debatten um ihn verstummen lassen. Aber der Plan scheiterte gewaltig.
Der zweite Torhüter von RB Leipzig leistete sich bei der 1:2-Niederlage am Donnerstagabend einen weiteren groben Fehler – es war schon sein vierter Aussetzer im Nationalteam nacheinander.
Coach gibt Rauswurf im Fernsehen bekannt
Der absolute Tiefpunkt seiner Fehlerkette: Ein direkter Freistoß von Neco Williams (25) landete in Wales im Tor, weil Nyland sich einen Moment vorher in die falsche Ecke orientiert hatte.
Und das war nicht alles: Schon davor war er durch eine Unstimmigkeit an einer Notbremse von Teamkollege Torbjörn Heggem (27) beteiligt. Das berichtet „bild.de“.
Nationalcoach und Ex-FC-Trainer Stale Solbakken (58) reagierte umgehend – eine besonders harte Pille für Nyland. Der Trainer gab kurz nach Spielende im norwegischen Sender TV2 bekannt, dass im kommenden Match gegen Portugal sein Konkurrent Egil Selvik (29) von Stade Brest das Tor hüten wird. Der Hammer: Von diesem Entschluss erfuhren Nyland und die Mannschaftskollegen erst im Anschluss an die Niederlage in Wales.
Die unglückliche Serie von Nyland ist beachtlich: Der Anfang wurde schon im WM-Viertelfinale gegen England (1:2) gemacht, gefolgt von Patzern in den Begegnungen mit Dänemark (3:2) und Portugal (1:2).
Heißt das, Selvik ist jetzt der neue Stammtorwart? Nicht unbedingt. Coach Solbakken stellte klar: „Es hängt von der Leistung ab. Wir waren uns vor dem Spiel einig, dass Egil diese Chance bekommen sollte. Er hat sie verdient.“ Die Schlussfolgerung für Nyland ist eindeutig: Um seine Position zurückzugewinnen, benötigt er dringend Einsätze bei Leipzig.
Der Coach betonte, Nyland werde zu seiner Form zurückfinden, sobald er „wieder Spielpraxis bekommt, also Einsätze in der Bundesliga, im Pokal oder in der Champions League erhält“. Die große Schwierigkeit dabei: Maarten Vandevoordt (24) ist bei RB Leipzig die klare Nummer eins im Tor. Zunächst sind für Nyland lediglich Auftritte im DFB-Pokal vorgesehen. (red)

