Gestern noch ein großer Hoffnungsträger, heute sitzt er nur noch draußen. Rätsel um Max Finkgräfe: Warum ist das Leipziger Talent plötzlich außen vor?
Schlechtes Training?Trotz El-Mala-Einheit: Ex-FC-Profi kämpft um Zukunft
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Für Max Finkgräfe (22) geht es jetzt um viel. Die Länderspielpause bietet ihm die Möglichkeit, sich bei Coach Martin Demichelis (45) zurückzumelden.
Nach acht freien Tagen trainieren die Leipziger Profis ohne Nationalmannschafts-Einsatz seit Dienstag wieder. Doch für den jungen Abwehrspieler ist die Lage ernst, denn sein fester Platz ist momentan die Ersatzbank.
Max Finkgräfe hat keinen leichten Stand
Dabei war seine Situation vor wenigen Monaten eine völlig andere. Zum Ende der letzten Spielzeit war Finkgräfe – der 2025 für vier Millionen Euro vom 1. FC Köln nach Sachsen kam – endlich angekommen, ersetzte David Raum (28) souverän und stand bei vier von fünf finalen Partien von Beginn an auf dem Feld.
Sein Premierentreffer in der höchsten deutschen Spielklasse gegen Union Berlin war die Krönung. Aber unter dem neuen Coach hat sich das Blatt komplett gewendet: mickrige zwölf Minuten Einsatzzeit in vier Bundesliga-Partien und magere 26 im Pokal. Das berichtet „bild.de“.
Die Ursache für seine Misere ist klar benennbar: David Raum. Er ist nicht nur sein Rivale für die Position links hinten, sondern trägt auch die Kapitänsbinde bei RB. Raum ist praktisch gesetzt, auch wenn der deutsche Nationalspieler derzeit seiner Bestform deutlich hinterherhinkt. Für Finkgräfe scheint es trotzdem kein Vorbeikommen an ihm zu geben.
Aus dem Klub-Inneren heißt es, Finkgräfe habe nach dem Coaching-Wechsel einfach nicht mehr die überzeugende Form der Endphase aus der letzten Saison erreicht. Es wird gemunkelt, der U21-Nationalspieler habe eine schwache Saisonvorbereitung absolviert. Eine erstaunliche Einschätzung, da er sich im Sommer mit Extra-Trainingseinheiten an der Seite von FC-Profi Said El Mala (20) fit gemacht hatte.
Der genaue Umfang dieser zusätzlichen Übungen ist nicht bekannt, doch in Leipzig hinterließ Finkgräfe anschließend wenig Eindruck. Im Team flüstert man sich zu, er sei keiner, der im Training an seine Grenzen geht und die Dinge mitunter zu entspannt sieht. Diese Haltung ist wohl auch Trainer Demichelis aufgefallen.
Die Vereinsführung von RB Leipzig glaubt jedoch trotz der wenigen Spielminuten fest an sein Potenzial. Der bevorstehende vollgepackte Herbst, mit neun Partien innerhalb von 29 Tagen, könnte für Finkgräfe unter Demichelis zur entscheidenden Phase werden. Eine Gelegenheit zur Rehabilitation wird sich ihm bieten. (red)

