Bei Leverkusen-SiegTrauer um Peter Hermann: „Treue Seele des Fußballs“

Ein Bild des Abschieds von Peter Hermann auf der Stadion-Leinwand in Leverkusen

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Ein Bild des Abschieds von Peter Hermann auf der Stadion-Leinwand in Leverkusen

Auch dank Patrik Schick gewinnt Leverkusen gegen Leipzig. Vor der Partie wird der gestorbenen Bayer-Clubikone Peter Hermann gedacht.

Die Profis von Bayer Leverkusen liefen klatschend zu ihren Fans, die Gäste von RB Leipzig haderten. Angeführt von Serienknipser Patrik Schick hat Bayer auch sein zweites Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison gewonnen.

Die Werkself setzte sich im Duell mit RB mit 2:0 (1:0) durch und verabschiedet sich mit sieben Punkten in die dreiwöchige Länderspielpause.

Schweigeminute und Trauerflor für Peter Hermann

RB Leipzig und Trainer Martín Demichelis hingegen warten nach zwei Niederlagen in der Fremde weiterhin auf ihre ersten Auswärtspunkte in der neuen Spielzeit der Fußball-Bundesliga.

Im Fußball würden manchmal eben Kleinigkeiten entscheiden, erklärte der Argentinier bei DAZN. Seine Mannschaft müsse lernen, noch konsequenter aufzutreten. „Ein Stück weit sind wir auch noch eine junge Truppe, wo so ein bisschen dieses Drecksacksein fehlt“, meinte Leipzigs Kapitän David Raum. „Aber wir bleiben dran.“

Schick (44. Minute) und Miguel Gutiérrez (57.) erzielten vor 29.573 Zuschauern die Tore für Leverkusen. Stürmer Schick hat nun an allen vier Liga-Spieltagen jeweils einmal getroffen. „Die Flanke war perfekt“, bedankte er sich bei seinem Vorlagengeber Gutiérrez.

„Defensiv haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, analysierte Leverkusens Keeper Mark Flekken. „Das Gegenpressing war gut, wir haben gute Fouls gezogen. Wir standen defensiv sehr gut. Es hat alles zusammengepasst.“

Die Mannschaften von Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig ehren den verstorbenen Peter Hermann.

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Die Mannschaften von Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig ehren den verstorbenen Peter Hermann während einer Schweigeminute.

Vor dem Anpfiff gedachten beide Teams dem langjährigen Leverkusener Spieler, Co- und Interimstrainer Peter Hermann nach dem Bekanntwerden von dessen Tod am Vorabend mit einer Schweigeminute. Die Fans der Werkself zeigten eine Choreographie mit dem Spruchband „Eine treue Seele des Fußballs - Ruhe in Frieden Peter Hermann“. Die Spieler liefen mit Trauerflor auf. Nach dem Spiel gab es Sprechchöre für Hermann aus der Nordkurve.

Die Nachricht vom Tod Peter Hermanns hatte die Bundesliga und Bayer 04 tief getroffen. Der langjährige Co-Trainer starb im Alter von 74 Jahren nach einem langen Kampf mit der Nervenkrankheit ALS. Fast drei Jahrzehnte prägte Hermann den Fußball in Leverkusen – als Spieler, Assistent des Profiteams, Interimscoach, Trainer der zweiten Mannschaft und Scout. „Peter bleibt unvergessen“, teilte der Werksklub mit.

Hermann arbeitete später unter anderem beim FC Bayern, beim FC Schalke 04, beim Hamburger SV und bei Borussia Dortmund. In München gehörte er 2013 als rechte Hand von Jupp Heynckes zum Trainerstab der Mannschaft, die das historische Triple gewann. Doch Bayer 04 blieb der Verein, den Hermann besonders prägte. (red/dpa)

Peter Hermann sitzt neben Jupp Heynckes auf der Trainerbank.
Jahrelang Heynckes-Assistent
Legendärer Co-Trainer Peter Hermann ist tot