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„Fußball vereint uns“Kongo-Team spielt bei WM, während zu Hause Ebola wütet

Nationalmannschaft Kongo

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Die WM ist für die Demokratische Republik Kongo eine enorme Herausforderung. (Archivbild)

Ebola-Drama bei der WM! Die DR Kongo ist dabei, doch die eigenen Fans dürfen wegen der Seuche nicht in die USA einreisen.

Riesige Warnplakate am Airport in Houston zeigen sofort: Hier herrscht Ausnahmezustand! Die Demokratische Republik Kongo ist bei der Fußball-WM dabei, doch das Ebola-Virus wirft einen dunklen Schatten. Wegen der Seuche im afrikanischen Staat gibt es krasse Einreise-Regeln. Für die eigenen Fans bedeutet das: Sie können ihr Team beim Start gegen Portugal am Mittwoch (19.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV) nicht im Stadion anfeuern.

Ebola-Alarm: So heftig trifft die Krise die WM

Die explodierenden Ebola-Zahlen im Nordosten des Kongo haben massive Folgen für das Turnier, organisatorisch und emotional. Ein unfassbares Drama für die Nationalelf aus dem Kongo: Vor dem Flug in die USA musste das Team für 21 Tage in Quarantäne – außerhalb der Heimat! So wollten es die US-Vorgaben. Alle Testspiele fielen ins Wasser. Diese harte Maßnahme gilt für alle Reisenden aus dem Ebola-Gebiet und wird von der Heimatschutzbehörde mit dem «Schutz der Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung» begründet.

Schon vor der Ebola-Katastrophe war es für Kongolesen wegen Visa-Bestimmungen und hoher Kosten fast unmöglich, in die USA zu kommen. Jetzt ist die Mannschaft von Trainer Sébastien Desabre aus Frankreich mehr als jemals zuvor auf die Unterstützung ihrer Fans angewiesen, die schon in Amerika leben. Ein bitterer Kontrast: Während Dutzende Anhänger laut Videos die ersten Trainings in Houston bejubelten, sterben zu Hause immer mehr Menschen.

Ebola-Ausbruch

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Im Kongo werden weiterhin neue bestätigte Ebola-Fälle gemeldet. (Archivbild)

Wie tödlich ist das Ebola-Virus wirklich?

Das Ebola-Fieber ist eine tödliche Gefahr. Eine Übertragung des Virus geschieht durch direkten Körperkontakt oder über Körperflüssigkeiten. Derzeit wütet die Seuche in Afrika besonders schlimm und ist kaum zu stoppen. Der Grund: Für den speziellen Erreger-Typ Bundibugyo existiert bisher keine Impfung und keine gezielte Behandlung. Die Tücke: Nach der Infektion kann es bis zu 21 Tage dauern, bevor erste Krankheitszeichen sichtbar werden, die anfangs einer Grippe gleichen.

Die Horror-Zahlen aus dem Kongo: Am Montag meldeten die Gesundheitsbehörden einen Zuwachs von 72 neuen bestätigten Infektionen im Nordosten. Damit sind es insgesamt 782 Fälle. Im selben Zeitraum kletterte die Anzahl der registrierten Todesopfer um 32 auf 181. Und die Dunkelziffer? Da diese offiziellen Daten vom 13. Juni stammen, liegt die wahre Zahl vermutlich schon jetzt weit höher. Die Todesrate beträgt laut den Informationen erschreckende 23,1 Prozent.

Bisher gibt es Entwarnung für die USA: Laut Behördenangaben vom 14. Juni wurde dort noch kein einziger Ebola-Fall registriert, der mit dem Ausbruch zu tun hat. Die Zeitung «Houston Chronicle» meldete, dass die Kliniken der Metropole «volles Vertrauen in ihre bestehenden Verfahren zur Überwachung von Infektionskrankheiten» hätten. Offizielle der Stadt in Texas hatten schon vorher klargemacht, dass sie die Nationalelf aus dem Kongo mit offenen Armen empfangen.

Trotz Todes-Virus: So stark ist der Kampfgeist des Teams

«Ich hoffe, dass die Mannschaft allen Menschen in der Demokratischen Republik Kongo Freude bereitet», so die bewegenden Worte von Trainer Desabre im Staatsfernsehen RTNC. «Sie lieben uns, sie unterstützen uns, und wir werden alles versuchen, um sie nicht zu enttäuschen.» Seine Jungs seien topmotiviert und heiß darauf, jeden Gegner zu schlagen, der ihnen in den Weg kommt. Nach dem Duell mit Portugal und Megastar Cristiano Ronaldo warten in der Gruppenphase noch Kolumbien und Usbekistan.

Sébastien Desabre

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Trainer Sébastien Desabre bereitet seine Mannschaft in Houston vor. (Archivbild)

Ein ganzes Land hofft: „Fußball ist das Einzige, was uns vereint“

Für das Land ist es ein historischer Moment: Zum ersten Mal nach unglaublichen 52 Jahren ist die Nationalelf wieder bei einer WM dabei. Die Zeit in Amerika hat deshalb eine riesige Bedeutung. Stephen Bisaso, ein Anhänger der Mannschaft aus der Provinz South Kivu, bringt es gegenüber der Deutschen Presse-Agentur auf den Punkt: «Wir haben nicht viele Dinge, die uns vereinen oder glücklich machen. Aber Fußball vereint uns.» (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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