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Nach Hopfen-AusDFL präsentiert Interims-Doppelspitze – mit Ex-FC-Geschäftsführer

Oliver Leki, Finanzvorstand des SC Freiburg, spricht während der Eröffnung des Europa-Park Stadions am 7. Oktober 2021.

Oliver Leki, Finanzvorstand des SC Freiburg (hier während der Eröffnung des Europa-Park Stadions am 7. Oktober 2021), übernimmt nach dem Aus von Donata Hopfen gemeinsam mit Axel Hellmann interimsweise die DFL-Geschäftsführung.

Nach dem vorzeitigen Aus von DFL-Chefin Donata Hopfen hat sich der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Watzke am Donnerstag zur Zukunft des Ligaverbandes geäußert. Interimsweise gibt es eine Doppelspitze.

Das vorzeitige Aus von Donata Hopfen zwang die DFL zum Handeln. Am Donnerstag (8. Dezember 2022) hat der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Watzke in einer Pressekonferenz bestätigt, was bereits vermutet worden war: Hopfens Posten übernimmt interimsweise ein Duo.

Demnach werden Axel Hellmann und Oliver Leki bis zum 30. Juni 2023 als Doppelspitze agieren und die Aufgaben der bisherigen Geschäftsführerin Hopfen, deren Vertrag am Mittwoch aufgelöst worden war, übernehmen.

DFL-Geschäftsführung: Leki und Hellmann folgen auf Hopfen

„Wir haben ein paar Prozesse laufen, die relativ schnell umgesetzt werden. Da müssen wir sofort handlungsfähig sein“, sagte Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke in Neu-Isenburg zur schnellen Entscheidungsfindung.

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Sowohl Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Hellmann als auch Freiburgs Finanzvorstand Leki, von 2010 bis 2013 Geschäftsführer des 1. FC Köln, haben bereits Ämter bei der DFL inne. Hellmann (51) wurde im vergangenen August erstmals ins DFL-Präsidium gewählt, Leki (49) sitzt seit 2019 im Aufsichtsrat der DFL.

„Beide haben aus meiner Sicht die absolute Fähigkeit, das hinzubekommen. Wenn man sieht, wie sich die Clubs der beiden entwickelt haben, spricht das auch für die Arbeit dieser beiden“, lobte Watzke die Hopfen-Nachfolger.

Aufgrund der Verträge in ihren Clubs dürfen beiden allerdings nicht bei Entscheidungen über Lizenzierung und Spielbetrieb eingreifen. „Es galt, besondere Regeln zu treffen, dass wir die Integrität des Wettbewerbs sicherstellen können“, erklärte Watzke dazu.

Eine Übergangslösung aus den eigenen Reihen gibt der DFL die benötigte Zeit bei der Suche nach einer neuen starken Führungsfigur, die eine Reihe von Problemen zu lösen hat. Hopfen konnte diese Rolle nicht ausfüllen – auch, weil ihr nach eigener Aussage die nötige Rückendeckung aus den Vereinen fehlte. „Ich wünsche den verantwortlichen Herren den nötigen Mut und Willen zur Veränderung, um auf die wachsenden Herausforderungen nicht nur reagieren zu können, sondern sie auch aktiv zu gestalten“, empfahl die 46-Jährige, die am 1. Januar die Nachfolge des langjährigen Chefs Christian Seifert angetreten hatte, zum Abschied.

Die DFL hatte die vorzeitige Auflösung des ursprünglich bis Ende 2024 gültigen Vertrages damit begründet, dass es „unterschiedliche Vorstellungen über die weitere strategische Ausrichtung der Gesellschaft“ gegeben habe. Große Teile der DFL-Gremien und der 36 Profiklubs waren mit ihrer Arbeit unzufrieden gewesen. Das lag vor allem daran, dass sie bei zahlreichen Baustellen wie der 50+1-Regel, der Digitalisierung, dem Einstieg eines Investors, der Auslandsvermarktung, dem neuen Grundlagenvertrag mit dem DFB und der kommenden Ausschreibung der Medienrechte nach Ansicht ihrer Kritiker nicht entscheidend vorangekommen ist.

„Wir befinden uns im deutschen Profifußball in einer herausfordernden Lage, in der Entscheidungen getroffen werden müssen, die eine große Bedeutung für die Zukunft haben“, äußerte Hellmann: „Es ist für mich selbstverständlich, dass ich mich gemeinsam mit Oliver Leki und einem starken Team dieser Herausforderung stelle und Verantwortung übernehme.“

DFL: Doppelspitze als Zukunftsmodell?

Derweil ist eine Doppelspitze für die DFL-Geschäftsführung wohl auch über den Sommer hinaus ein Thema. „Ich plädiere dafür, dass wir das auf zwei Schultern verteilen“, sagte Watzke. Er sei kein „Anhänger“ einer einzelnen Geschäftsführung.

„Ich habe das beim BVB vor 18 Jahren ein, oder zwei Jahre gemacht, aber gesehen, dass das mit steigendem Anforderungsprofil überhaupt nicht mehr geht“, führte Watzke aus. Bei der Bandbreite, „die heute ansteht, kannst du keine One-Man-Show mehr machen“. (sal/dpa/sid)