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„Jetzt kommen die Schlaumeier...“Steffen Baumgart rechnet nach Trainer-Aus ab

Frust pur bei Steffen Baumgart: Das Aus bei Union Berlin kann der ehemalige Trainer bis heute nicht nachvollziehen.

Seit April sitzt er auf dem Trockenen – nun lässt er richtig Dampf ab. Im „Sport Bild“-Interview teilt der 54-jährige Steffen Baumgart heftig gegen Union Berlin aus. Dass ihn die Eisernen vor die Tür gesetzt haben? Für den Coach ein dicker Fehler.

„Die Trennung während der Saison war aus meiner Sicht unnötig“, macht Baumgart deutlich. Dann legt er nach: „Ich war überrascht und enttäuscht.“ Drei Monate zuvor hatte der Klub schließlich seinen Vertrag verlängert.

Klassenerhalt längst in trockenen Tüchern – Baumgart sauer auf Union

Was man von ihm wollte, war glasklar, so der Ex-Profi: „Ich hatte die Aufgabe, den Verein in der Bundesliga zu halten. Das gelang mir in der ersten Saison, nachdem ich in der Winterpause 2024/25 verpflichtet worden war.“

Gekommen war er damals für Bo Svensson. Beim Start: Platz zwölf, 16 Zähler aus 15 Partien. Zum Schluss standen 40 Punkte zu Buche – das reichte für Rang 13.

Und auch 2025/26 hatte er nach eigener Meinung geliefert: „Zu dem Zeitpunkt, als ich während der Spielzeit 2025/26 bei Union beurlaubt wurde, war der Klassenerhalt ebenfalls schon geschafft.“

Ein Blick auf die Zahlen: An Spieltag 29 kassierten die Köpenicker eine 1:3-Pleite gegen Heidenheim. Dann zogen die Bosse die Reißleine, Baumgart war raus. Elfter war Union da, mit 32 Zählern im Gepäck. Der Abstand zum Relegationsrang: satte sieben Punkte.

Baumgart verwies auch auf seine besondere Verbundenheit zum Klub aus Köpenick, dem er als Ex-Spieler nahestand, zumal er seit 20 Jahren seinen Wohnsitz in unmittelbarer Nähe hat. Er hätte sich daher einen vertrauensvolleren Umgang gewünscht.

„Jetzt kommen die Schlaumeier und sagen: So ist das Fußballgeschäft. Das sehe ich anders“, wurde Baumgart deutlich. Mindestens bis zum Saisonende hätte er sich das Vertrauen der Verantwortlichen an der Alten Försterei gewünscht.

Für die Zukunft überraschte Baumgart, der gerade in der Zeit beim 1. FC Köln auf deutschsprachige Spieler gesetzt hatte, mit der Idee eines Auslands-Engagements: „Mich würde auch eine Auslandstätigkeit reizen. Ich kenne einige deutsche Trainer, die es nicht bereut haben, außerhalb von Deutschland zu arbeiten.“