„Sieht aus wie ein Bus-Sitz“ Neues Pokal-Trikot spaltet Fangemeinde von Zweitliga-Klub

Timo Schultz geht bei einem Spiel des FC St. Pauli in seiner Coachingzone in die Hocke.

Timo Schultz, Trainer des FC St. Pauli, will mit seinem Team in die zweite Pokal-Runde einziehen. Das Foto zeigt ihn beim Spiel in Hannover am 23. Juli 2022.

Mode ist bekanntlich Geschmackssache. Deshalb gehen die Meinungen auch bei Trikots oftmals auseinander. Ein gutes Beispiel ist das neue Pokal-Outft des FC St. Pauli.

Der FC St. Pauli ist laut, offensiv und manchmal ziemlich schrill – nicht nur was das eigene Selbstverständnis und die vereinseigene Haltung angeht.

Denn: Der Hamburger Stadtteil-Verein hat am Freitag (29. Juli 2022) seinen neuen Pokal-Dress veröffentlicht. Und dieser ist weder braun noch weiß, sondern irgendwie… außergewöhnlich.

DFB-Pokal: Trikot des FC St. Pauli sorgt für Wirbel

Am Samstagmittag (30. Juli, 13 Uhr) muss der FC St. Pauli im DFB-Pokal in Duisburg gegen den Regionalligisten SV Straelen antreten. Grundsätzlich ein machbares Erstrunden-Los für die „Kiezkicker“, die mit vier Punkten aus zwei Spielen in die 2. Bundesliga gestartet sind.

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Beim Auswärtsspiel gegen Straelen werden die Spieler von Trainer Timo Schultz (44) erstmals in ihrem neuen DFB-Pokal-Outfit antreten, das wegen seines ungewöhnlichen Musters unter den eigenen Anhängerinnen und Anhängern für rege Diskussionen sorgt.

Kurz nach dem Release des Trikots schrieb ein wenig begeisterter Fan des FC St. Pauli bei Instagram: „Sieht aus wie ein Bus-Sitz!“ Ein anderer hingegen zeigte sich voller Freude über das Shirt mit den rosa Kringeln: „Wird direkt bestellt!“

Hier sehen Sie das neue DFB-Pokal-Trikot des FC St. Pauli im Video:

Der Verein schreibt, das Trikot sei „ein Teil der Hamburger Stadtgeschichte“, erfülle „höchste Nachhaltigkeitsstandards“ und sei „vor allem eine Hommage an OZ“.

OZ war der Künstlername des bekannten Graffiti-Sprayers Walter Josef Fischer (†64), der 2014 in Hamburg verstarb. OZ gilt als „Großvater der Sprüherszene“ in der Hansestadt.

DFB-Pokal: St. Pauli und die Bokal-Tour 2005/2006

Die Trikots des FC St. Pauli hatten in der Vergangenheit so manches Mal einen großen Wiedererkennungswert. Beispielsweise als das Team 2005/2006 in auffallenden Camouflage-Leibchen auflief.

Timo Schulz (l.) und Fabian Boll bedanken sich nach der 0:3 Niederlage von St. Pauli gegen den FC Bayern München bei den Fans.

Kaum zu erkennen: Die Spieler des FC St. Pauli tragen in der Pokal-Saison 2005/2006 Camouflage-Trikots. Damals mit dabei: Der jetzige Trainer Timo Schultz (l.). Das Foto ist vom 12. April 2006.

Damals spielte der Drittligist St. Pauli eine hervorragende Pokal-Runde, schmiss auf dem Weg ins Halbfinale die höherklassigen Klubs aus  Burghausen, Bochum, Berlin und Bremen raus. 

Letztlich scheiterten der FCSP im Halbfinale zwar am großen FC Bayern München, die Fans der Braun-Weißen sprechen aber noch heute –aufgrund der Anfangsbuchstaben der Gegner – vom „Bokalwunder“. (jm)

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