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DFB-Pokal Viktoria schlägt sich tapfer gegen FC Bayern – viele bekannte Gesichter im Stadion

Marcel Rise im Zweikampf mit Mathys Tel beim Spiel von Viktoria Köln gegen den FC Bayern

Marcel Rise, hier im Zweikampf mit Mathys Tel, hielt mit Viktoria Köln eine runde halbe Stunde gegen den FC Bayern mit.

Viktoria Köln mutig gegen den FC Bayern im DFB-Pokal. Eine gute halbe Stunde hielt der Drittligist stark mit, dann legte der turmhohe Favorit los und siegte am Ende mit 5:0. Für Viktoria war das Spiel dennoch ein Erlebnis.

Das Pokalduell bei Viktoria Köln – und Bayern-Coach Julian Nagelsmann (35) hat mit seiner Mannschaft trotz Personal-Rotation souverän das Zweitrunden-Ticket gelöst. Unter den Augen von Viktoria-Mäzen Franz-Josef Wernze (74), der erstmals in diesem Jahr wieder bei einem Spiel dabei war, und DFB-Präsident Bernd Neuendorf (61), siegten die Münchner mit 5:0 im Rhein-Energie-Stadion.

Viktoria schlug sich tapfer gegen die Münchner, hielt eine halbe Stunde lang mit dem FC Bayern München mit, bei dem drei Profis ihr Startelf-Debüt feierten: Noussair Mazraoui, Ryan Gravenberch und Mathys Tel waren erstmals erste Wahl für Nagelsmann.

DFB-Pokal: Viktoria Köln hält lange mit dem FC Bayern mit

Nach einigen Problemen machten sich die Wechsel für die Gäste bezahlt: Gravenberch traf nach 35 Minuten zum 1:0, Tel mit dem Pausenpfiff zum 2:0. Nach dem Seitenwechsel war es dann Sadio Mané mit dem 3:0 (53.). Jamal Musiala erhöhte in der 67. Minute auf 4:0. Leon Goretzka erhöhte auf 5:0 (82.).

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Die Bayern waren am Mittag in der Domstadt angekommen, trafen erst 65 Minuten vor Spielstart im Rhein-Energie-Stadion ein und brauchten dann auch etwas länger, um in die Partie zu kommen.

Die Viktoria setzte durchaus ihre Nadelstiche und durfte sogar einmal jubeln, als Simon Handle den Ball von der Fünfmeterraum-Grenze ins lange Eck schlenzte. Doch der Linienrichter hatte die Fahne oben, entschied richtigerweise auf Abseits (10.).

Dass womöglich etwas zu holen sein könnte, hatte zuvor schon Routinier Marcel Risse gewittert. „Der Fußball schreibt schon besondere Geschichten. Dass ich nochmal ein Spiel in diesem Rahmen haben würde, war ja nicht unbedingt zu erwarten“, freute sich der Mittelfeldspieler über das ausverkaufte Rhein-Energie-Stadion, das allerdings mehrheitlich mit Fans des FC Bayern München besetzt war.

Die Südkurve, sonst Heimat der Fans des 1. FC Köln, war diesmal den Ultras der Gäste vorbehalten. Von den Viktoria-Fans auf der Nordkurve gab es trotz der fünf Gegentore nach Schlusspfiff warmen Applaus.

DFB-Pokal: FC Bayern gegen Viktoria Köln eiskalt

Nach dem Anfangs-Schock übernahmen die Bayern allerdings mit jeder Minute mehr das Kommando. Doch erst einmal hatte Viktoria-Keeper Ben Voll etwas gegen eine Führung der Gäste, hielt vor allem gegen Joshua Kimmich zwei gefährliche Schüsse.

Nach 35 Minuten war dann auch er machtlos, als Ryan Gravenberch vom Elfmeterpunkt frei zum Abschluss kam – und überlegt links unten einschoss. „Yeah, come on“, jubelte der Niederländer, während die Viktoria-Defensive konsterniert dreinschaute.

Coach Julian Nagelsmann war erleichtert. Nun nahm das Spiel zunehmend Züge einer Handball-Partie an, die Münchner schnürten den Drittligisten am eigenen Strafraum ein.

Den prominenten Besuchern wie Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Ulf Kirsten (56) und Ex-Dschungelkönigin Melanie Müller (34) dürfte klar gewesen sein: Das war die Vorentscheidung für die Bayern. Auch der FC war derweil im eigenen Wohnzimmer vertreten: Steffen Baumgart (50) schaute sich das Spiel mitsamt Familie ebenso an wie Vizepräsident Carsten Wettich und Lizenzspielleiter Thomas Kessler (36).

Im zweiten Durchgang ließen die Kräfte der Viktoria-Profis nach und es wurde Zeit für eine weitere Premiere: Serge Gnabry legte Sadio Mané perfekt auf und der Senegalese schoss seinen ersten Pokaltreffer für den FC Bayern (53.). Viermal hatte der VAR in der Bundesliga den Stürmer zuletzt zurückgepfiffen, ohne Video-Beweis im Pokal konnte er direkt ohne Sorge jubeln. 

Musiala und Goretzka schraubten das Ergebnis weiter hoch und sorgten für den 5:0-Endstand in Müngersdorf. Die Viktoria konnte erhobenen Hauptes den ungewohnten Heimrasen verlassen, während der FC Bayern vor der Auslosung am Sonntag auf seinen Gegner wartet.

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