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„Schädliche Darstellung“Sport-Moderatorin schockiert über Mourinho-Interview

Kate Scott hat sich entsetzt über die Worte von José Mourinho gezeigt. Der Trainer hatte Vini Jr. eine Mitschuld am Rassismus-Skandal beim Spiel Benfica Lissabon gegen Real Madrid gegeben.

Normalerweise ist Kate Scott (44) für ihre launige Moderation der Champions-League-Abende für den amerikanischen Sender „CBS Sports“ bekannt. Doch nach einem Interview mit José Mourinho fand die auch aus Deutschland bekannte ehemalige Sky-Moderatorin sehr ernste Worte.

Es geht um den mutmaßlichen Rassismus-Vorfall zwischen Vinicius Jr. (25) und Gianluca Prestianni (20). Nach der Partie heizte Benfica Lissabons Coach José Mourinho (63) die Stimmung weiter an, indem er dem Brasilianer eine Mitschuld an dem Vorfall gab.

Kate Scott: „Wenn Sie damit nicht einverstanden sind ...“

Seiner Meinung nach habe Vinicius Jr. mit seinem Torjubel provoziert. „Ich habe ihm gesagt, wenn du so ein Tor schießt, feiere einfach und gehe zurück“, sagte der Portugiese. Diese Äußerung löste eine Welle der Empörung aus.

Vor allem die bekannte Moderatorin Scott zeigte sich schockiert. Die Britin rechnete im US-Fernsehen in einer gefühlsgeladenen Rede mit dem Coach ab. Das berichtet „Sport Bild“.

Sie leitete mit den Worten „José Mourinho ist eine Ikone des Weltfußballs“ ein, kritisierte ihn dann aber heftig: Er habe die Aufmerksamkeit von dem, was wirklich gesagt wurde, abgelenkt. „Im Wesentlichen sagte er uns, dass Vini Jr. es provoziert habe.“ Für Scott ist dies eine „schädliche Darstellung von einem Mann, der als eine der führenden Persönlichkeiten im Weltfußball gilt“. 

Es handle sich nicht um einen Konflikt zwischen Real Madrid und Benfica, sondern einfach um „Recht gegen Unrecht“. Sie ergänzte: „Und hoffentlich sind wir uns alle einig: Wenn das, was man auf einem Fußballplatz sagt, so beschämend ist, dass man es vor der Öffentlichkeit verbergen muss, dann ist man im Unrecht.“ Prestianni hatte seinen Mund hinter seinem hochgezogenen Trikot versteckt, während er Vini Jr. etwas zurief. Angeblich soll er den Brasilianer „Affe“ genannt haben.

Scott mahnte, dass „rassistische Beleidigungen in diesem Spiel nichts Neues“ seien. Sie nannte Namen von schwarzen Fußball-Ikonen aus England, die „Spielern von Vinis Generation den Weg ebneten, ohne Fesseln zu spielen und zu feiern“. Aber auch im Jahr 2026 erwarte man von Profis wie Vinicius Jr. weiterhin, dass sie darüber hinwegsehen und im Grunde „den Mund zu halten und zu spielen“.

Auch die Uefa und ihre fehlende Diversität nahm sie ins Visier. Scott sprach die Hoffnung aus, dass „das Fehlen schwarzer Stimmen in diesem Raum nicht bedeutet, dass schwarze Spieler weiterhin ungeschützt bleiben“. Sie verlangte nach Ermittlungen und einem fairen Prozess.

Ihren Appell beendete sie mit einer klaren Ansage: Die bunte Mischung auf dem Spielfeld sei die wahre Seele des Fußballs. „Und wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann sind Sie, mit allem Respekt, derjenige, der nicht dazugehört.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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