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DFB-Kommentar Nur ein Sieg in sieben Spielen: WM-Erfolg liegt kaum mehr in Flicks Händen

Bundestrainer Hansi Flick schaut zu Boden.

Hansi Flick wirkte nachdenklich nach dem Unentschieden gegen England (26. September 2022). Erneut gelang seiner Mannschaft kein Sieg.

Nach der letzten Länderspiel-Periode vor der WM bleiben viele Zweifel beim deutschen Team. Hansi Flick kann nur hoffen, seine Spieler gesund und in guter Form im November wiederzutreffen. Ein Kommentar.

In 47 Tagen sieht Hansi Flick (57) seine Nationalspieler wieder. Dann trifft sich die DFB-Auswahl in Frankfurt, um tags darauf zur Mini-Vorbereitung in den Oman zu fliegen. Bis dahin dürfte der Bundestrainer unruhige Wochen verleben.

Das wilde 3:3 zwischen England und Deutschland am Montag (26. September 2022) machte zwar den Fans in Wembley Spaß. Doch irgendwie fühlte sich dieses Unentschieden wie eine Niederlage an. Dass die Gäste eine 2:0-Führung nicht nach Hause brachten, stattdessen völlig naiv innerhalb von elf Minuten in Rückstand gerieten, macht nachdenklich.

Wildes 3:3 in Wembley fühlte sich für Deutschland wie eine Niederlage an

Das Duell der beiden großen Fußball-Nationen sollte zum deutschen WM-Mutmacher werden. Die träge erste Halbzeit und die wilde Schlussphase gaben dies aber nicht her. Trotz starker 25 Minuten mit der zwischenzeitlichen Führung stehen die nüchternen Fakten: Deutschland blieb in sechs der vergangenen sieben Spielen sieglos, kassierte dabei zehn Gegentore.

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Vom eigenen Anspruch, Weltspitze, ist dieses Team meilenweit entfernt. Was Flick noch mehr Sorgen als die teilweise chaotische Leistung von London machen dürfte, ist die Tatsache, dass der WM-Erfolg kaum in seiner Hand liegt. Wie die Voraussetzungen in Katar sein werden, entscheidet sich vor allem in den nächsten sechs Wochen in den Vereinen.

Beim brutalen Spiele-Marathon mit 13 Begegnungen für die Top-Akteure besteht eine hohe Verletzungsgefahr. Flick wird sicher das eine oder andere Mal zusammenzucken, wenn einer seiner Akteure etwas abbekommt. Die Zeit ist zu knapp, um irgendwelche Verletzungen noch auszukurieren. Schon in Wembley wurde deutlich, dass beispielsweise Antonio Rüdiger (29) nicht zu ersetzen ist.

Zudem hängt viel von der mentalen Verfassung der Spieler in ihren Klubs ab. So wird Julian Nagelsmann (35) quasi zum heimlichen WM-Macher. Schafft er es, beim FC Bayern seine Star-Truppe in die Spur zu bekommen, werden seine Schützlinge mit breiter Brust ins Turnier gehen. Sollte sich die Münchner Krise jedoch fortsetzen, erhält Flick in sechs Wochen viele Kicker zurück, deren Verunsicherung noch größer geworden ist.

Hansi Flick bleibt kaum Vorbereitungszeit für die WM

In den erfolgreichen deutschen Turnier-Jahren legte das Team zudem immer in der Vorbereitung den Grundstein. In den Trainingslagern entstand ein Geist, wurden Standards und Automatismen einstudiert.

Doch vor der Winter-WM bleiben nur sechs Trainingstage und ein Akklimatisierungs-Kick gegen den Oman. Alles keine guten Voraussetzungen für Flick und das WM-Gefühl. Der einzige schwache Trost: Den anderen Nationen geht es ähnlich.

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