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Aytekin packt über Karriere-Folgen aus„Zu meiner Tochter habe ich nicht die enge Verbindung“

Ein Spitzen-Schiedsrichter spricht Klartext: Anfeindungen, Folgen fürs Privatleben und eine erschreckende Mail.

Für Deniz Aytekin (47) ist bald Feierabend. Der Referee beendet seine Karriere nach der aktuellen Spielzeit.

Er zählt zu den angesehensten Unparteiischen in der Bundesliga. Jetzt redet er offen und schildert die schockierenden Anfeindungen, die Schiris regelmäßig ertragen müssen. Das berichtet „t-online“.

„Immer wieder dieser Hass, will ich das ertragen?“

Gegenüber dem Magazin „Stern“ erzählte er von einer unglaublichen Begebenheit. Vom Chefarzt eines bedeutenden deutschen Krankenhauses habe er eine E-Mail erhalten, die vor Beschimpfungen nur so gestrotzt habe.

„Der hat mich so dermaßen beleidigt, Arschloch war da noch das freundlichste Wort“, wird Aytekin zitiert. Unverständlich für ihn: „Was läuft bei so einem, der tagtäglich anderen hilft, falsch, dass er sich so vergisst?“ 

Derartige Attacken ließen den Referee, der seit 2008 in der Bundesliga aktiv ist und dreimal als DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet wurde, oft zweifeln. „Immer wieder dieser Hass, will ich das ertragen? Hält meine Familie das aus?“, waren häufig seine Gedanken.

Er betonte jedoch, auf dem Spielfeld niemals Diskriminierung aufgrund seiner türkischen Herkunft erfahren zu haben. Zu Pöbeleien im Internet meint er gelassen: „Die Idioten sterben nicht aus.“

Letztendlich triumphierte stets die Leidenschaft für den Sport, auch mithilfe von Freunden, „für die ich einfach nur Deniz bin“. Aber die Laufbahn forderte ihren Tribut.

Aytekin räumt ein, dass sein persönliches Umfeld darunter litt: „Zu meiner Tochter habe ich nicht die enge Verbindung, die ich mir wünschen würde.“ Er gesteht offen: „Mein Preis war, dass ich nicht immer der Vorzeigevater sein konnte.“ In Zukunft möchte er es anders angehen und erneut „mehr Leichtigkeit“ in sein Leben lassen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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