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Wegen DFB-AuftrittBVB-Berater kritisiert Ex-Dortmund-Star: „Völlig falsch“

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Matthias Sammer redet Tacheles und teilt mächtig aus! Seine scharfe Analyse der DFB-Probleme trifft einen aktuellen Nationalspieler besonders hart.

Matthias Sammer findet klare Worte, die aufhorchen lassen! In seiner Funktion als Berater für den BVB kritisiert er die Talentförderung in Deutschland heftig.

Ausgerechnet Karim Adeyemi (24) dient ihm als Beleg für die tiefgreifenden Mängel. Dabei hat der ehemalige Dortmunder beim FC Barcelona einen starken Einstand gefeiert und wurde von Bundestrainer Jürgen Klopp zuletzt zweimal von Beginn an aufgestellt.

DFB-Entwicklung für Sammer „völlig falsch“

Sammer bemängelt, dass die Förderung zu stark auf taktische Schemata fixiert sei. „Karim Adeyemi ist ohne Zweifel ein großartiger Spieler. Kevin Schade ist ohne Zweifel ein großartiger Spieler. Aber haben wir bei ihnen etwas verpasst?“, wollte der Gewinner des Ballon d’Or von 1996 bei der Talkrunde „Sky Sport Impuls“ in München wissen.

Er hegt Bedenken, ob Talente noch Dribblings oder direkte Duelle für sich entscheiden können, wenn es auf dem Feld mal eng zugeht. Für Adeyemi stehen trotz seiner Erfolge auf Vereinsebene bislang lediglich 13 Einsätze im Nationaltrikot zu Buche. Das berichtet „Sport1“.

Die gesamte deutsche Nachwuchsarbeit steht für Sammer auf dem Prüfstand. Zwar konnten DFB-Junioren seit 2006 immerhin acht internationale Titel gewinnen und 14 Finalspiele bestreiten, doch der Vergleich mit anderen Nationen fällt ernüchternd aus.

Spanien beispielsweise erreichte im gleichen Zeitraum 22 Endspiele und holte daraus 14 Trophäen. Sammers vernichtendes Fazit lautet daher: „Wir liegen völlig falsch! Völlig falsch!“ Er spricht sich zudem klar gegen das Nachahmen anderer aus: „Die beste Kopie ist immer noch schlechter als das Original.“

Der 59-Jährige knüpft seine Erwartungen an Per Mertesacker, der ab Januar die Position des DFB-Geschäftsführers Sport bekleiden wird. Von ihm erhofft sich Sammer eine Kurskorrektur: „In Deutschland sind wir eher feige als mutig geworden. Wir müssen wieder zum Wesentlichen zurück.“ Zugleich signalisiert der Ex-Profi seine Bereitschaft, den Verband zu unterstützen.

Allerdings stellt er eine klare Forderung für sein Engagement: „Sie müssen ihre Angst überwinden, dann können wir reden.“ Sammer betont seine Offenheit für einen Austausch und schließt mit den Worten: „Wenn jemand glaubt, dass es nützlich sein könnte, kann er mich fragen. Und er wird immer eine Antwort bekommen.“ (red)