Vor ihm muss Deutschland sich ganz besonders in Acht nehmen: Yan Diomande glänzte beim WM-Spiel der Elfenbeinküste und machte deutlich, dass er statt vieler Worte lieber Taten sprechen lässt.
„Das ist nicht mein Job!“Bundesliga-Star vor Deutschland-Spiel bei WM genervt

Als wäre die deutsche Nationalmannschaft nicht ohnehin schon genug gewarnt, unterstrich Bundesliga-Juwel Yan Diomande (19) von RB Leipzig seine Topform als Spieler des Spiels beim WM-Sieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador (1:0).
Der Flügelstürmer von RB Leipzig war an zahlreichen Angriffen der Ivorer im Duell der beiden deutschen Gruppengegner beteiligt, erhielt die Trophäe als „Man of the Match“ auch ohne eigenen Treffer. Dass er anschließend ein derart gefragter Mann war, störte den Youngster dann allerdings mit zunehmender Zeit.
Yan Diomande hat keine Lust auf den Interview-Marathon
Nachdem er sich auf dem Rasen immer wieder bis an den gegnerischen Strafraum gedribbelt hatte, stand die härteste Aufgabe des Abends mit Abpfiff erst noch bevor: der Interview-Marathon im Bauch des Lincoln Financial Field in Philadelphia.
Ein TV-Interview über das Spiel und den nächsten WM-Gegner hier, eine Gesprächsanfrage dort, dann noch die Mixed-Zone, zu der die jeweiligen Spieler des Spiels bestellt werden – irgendwann hatte Diomande genug und klagte auf Französisch: „Ich habe jetzt schon zehnmal was gesagt. Es ist nicht mein Job, zu reden!“
Der international begehrte Flügelstürmer hatte schließlich schon auf dem Platz Taten sprechen lassen. Allen voran der 19-Jährige, der immer wieder ins Dribbling ging – erst auf der rechten, im Verlauf der zweiten Halbzeit dann auf der linken Seite, beschäftigte die hochgelobte ecuadorianische Defensive immer wieder.
13 Tore in 36 Pflichtspielen hat Diomande für Leipzig in der abgelaufenen Runde erzielt, die Ablöseforderung soll sich auf bis zu 100 Millionen Euro belaufen. Nun will er mit der Elfenbeinküste bei der WM für noch mehr Furore sorgen. Nach dem überraschenden 2:1 im letzten Testspiel vor dem XXL-Turnier gegen den großen Mitfavoriten Frankreich war der Sieg gegen Ecuador direkt das nächste Statement.
Im zweiten Gruppenspiel bei der WM geht es für Diomande nun gegen seine Wahlheimat Deutschland, ein besonderes Duell gegen „eine der größten Mannschaften der Welt“, wie der Ivorer betonte. Spielt er bei der Weltmeisterschaft so weiter wie gegen Ecuador, könnte er seine Zelte in Leipzig nach nur einem Jahr schon wieder abbrechen.
Die Liste der Interessenten ist durch die Gala auf der Weltbühne definitiv nicht kürzer geworden, zumal Diomande auch weiter lieber mit Dribblings als mit Worten für sich und seine Leistungen wirbt.
