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„Schäm dich“Bundesliga-Profi entschuldigt sich nach provokantem Jubel

Mohammend Amoura jubelte nach dem Weiterkommen beim Afrika Cup mit seiner Mannschaft

Mohammend Amoura jubelte nach dem Weiterkommen beim Afrika Cup mit seiner Mannschaft - und ließ sich zu einer hässlichen Aktion hinreißen.

Aktualisiert

Algerien jubelt über den Einzug ins Viertelfinale des Afrika Cups. Doch nach dem Schlusspfiff kam es zur unrühmlichen Aktion vor der Tribüne der Kongo-Fans.

Dieser Jubel von Mohammend Amoura ging mal so richtig daneben.

Vor den Augen der französischen Fußball-Legende Zinédine Zidane schaffte Algerien am Dienstagabend (6. Januar) gegen die DR Kongo den  Einzug ins Viertelfinale des Afrika-Cups.

Wolfsburgs Amoura erntet Shitstorm nach provokantem Jubel

Der kurz zuvor eingewechselte Stürmer Adil Boulbina (119.) erzielte das entscheidende Tor für die Wüstenfüchse gegen die Leoparden und sorgte für einen algerischen Jubelsturm. Doch nach dem Schlusspfiff kam es zur unrühmlichen Aktion.

Amoura, Bundesliga-Profi vom VfL Wolfsburg, schritt vor die Kurve der kongolesischen Anhängerschaft und ließ sich zu einer Geste des Triumphes verleiten, die sofort mit lautstarken Buhrufen quittiert wurde.

Denn auf der Tribüne stand immer noch Michel Kuka Mboladinga, der zum Symbol des Turniers geworden war, weil er während der Spiele Kongos als menschliche Statue immerzu regungslos und bunt gekleidet dastand – in Gedenken an Unabhängigkeitsführer Patrice Lumumba.

Amoura imitierte die berühmte Geste und sank daraufhin zu Boden, um sich scheinbar schlafen zu legen, in Anspielung auf das Turnieraus der Mannschaft, die gerade niedergeschlagen das Feld verlassen hatte.

Während die Aktion von „Kuka“ im Netz vielfach für Bewunderung und Anerkennung sorgte, löste der gedankenlose Jubel von Amoura das Gegenteil aus.

Unter jüngeren Instagram-Posts des Nationalspielers liest sich der Ärger und die Empörung über die „respektlose Aktion“ überdeutlich. „Schäm dich, dass du dich über den Fan lustig machst, der Patrice Lumumba huldigt“, heißt es etwa, mit hundertfachen Likes versehen.

Ein Fan will beschwichtigen und betont: „Amoura hat das nicht so gemeint. Er kennt die Geschichte dieses Mannes nicht.“

Der Spieler selbst äußerte sich schließlich zu der Kritik. In einer Instagram-Story bittet er um Entschuldigung: „Es war ein großes Spiel, sehr intensiv, mit vielen Emotionen auf dem Feld. Dazu möchte ich eine Sache klarstellen: In dem Moment wusste ich nicht, was die Person auf der Tribüne repräsentiert hat. Ich wollte nur ein wenig necken, ganz harmlos, ohne böse Absicht und ohne jemanden provozieren zu wollen. Wenn mein Verhalten jemanden verletzt hat, bedaure ich das zutiefst. Das war überhaupt nicht meine Absicht.“

Gemeinsam mit weiteren Bundesliga-Profis wie Ramy Bensebaini (Borussia Dortmund), Ibrahim Maza (Bayer Leverkusen) und Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt) geht es in der Runde der letzten acht Teams am 10. Januar weiter gegen Nigeria.