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Vierte Leihe in zwei JahrenMillionen-Missverständnis auf dem Abstellgleis

Attila Szalai im Zweikampf mit Frankfurts Omar Marmoush.

Hoffenheim-Profi Attila Szalai (r.) ist bei den Breisgauern nicht mehr gefragt. Der Ungar wurde das vierte Mal in Folge verliehen.

Bundesliga-Profi Attila Szalai wird ein weiteres Mal verliehen. Für den 12-Millionen-Transfer geht es nach drei erfolglosen Stationen nach Polen.

Satte 12 Millionen Euro legte die TSG Hoffenheim im Sommer 2023 für Innenverteidiger Attila Szalai (28) auf den Tisch. Der Ungar wechselte von Fenerbahce Istanbul in den Kraichgau und sollte die damals wackelige Defensive stabilisieren.

Zweieinhalb Jahre später ist klar: Dieses Vorhaben ist krachend gescheitert. Zwar hat die TSG in dieser Saison mit nur 22 Gegentoren eine der besten Abwehrreihen der Liga, daran hatte Szalai jedoch keinerlei Anteil. Der 28-Jährige wurde am Dienstag (27. Januar 2026) nach dem Abbruch einer Leihe in die Türkei ein weiteres Mal weitergereicht.

Bundesliga: Attila Szalai scheitert mehrmals bei Leih-Stationen

Künftig wird der Innenverteidiger für Pogon Stettin in Polen auflaufen. Für ihn ist es bereits die vierte Leihe innerhalb der letzten zwei Jahre. Zunächst ging es in der Rückrunde 2023/24 zum SC Freiburg.

Beim Sportclub lief es jedoch noch bescheidener als in Sinsheim. Unter Trainer Christian Streich (60) gab es gerade einmal drei Einsätze für den Ungarn. Mickrige 101 Minuten standen am Ende der Spielzeit zu Buche.

Darauf folgte dann ein weiterer Tiefpunkt: In der Hinrunde der Saison 2024/25 kam Szalai für Hoffenheim überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Während es der Innenverteidiger zu Beginn der Saison noch zweimal in den Kader schaffte, ging es anschließend auf die Tribüne. Gefrustet folgte im Winter ein weiterer Transfer nach Belgien.

Bei Standard Lüttich sollte die Abwehrkante wieder in die Spur finden, doch auch dieses Vorhaben scheiterte. Wegen diverser Verletzungen musste der 28-Jährige immer wieder pausieren, nur dreimal stand er in der Jupiler Pro League in der Startelf.

Im vergangenen Sommer folgte dann die Leihe zu Kasimpasa in die Türkei. Obwohl der Ungar dort zum Stammpersonal gehörte und teilweise sogar die Kapitänsbinde am Arm trug, folgte nun die überraschende Trennung. Jetzt soll es in Polen wieder bergauf gehen.

Eine Zukunft bei der TSG Hoffenheim hat Szalai jedenfalls nicht. Für den teuren Transfer-Flop hat der Verein runtergerechnet 2,4 Millionen Euro pro Spiel gezahlt. Ein Verlust, den der Klub verkraften wird. In den letzten drei Saisons hat man fast 150 Millionen für neue Spieler ausgegeben.

Robert Andrich spricht mit Marvin Schwäbe nach dem Spiel.

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