Die Aufholjagd des 1. FC Heidenheim bleibt ohne Happy End. Am letzten Spieltag jubelt der VfL Wolfsburg.
Wolfsburg jubeltKöln-Geschenk hilft Heidenheim nicht – auch St. Pauli runter
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Der Sieg beim 1. FC Köln hat letztendlich nichts gebracht: Der 1. FC Heidenheim ist in die 2. Bundesliga abgestiegen. Auch der FC St. Pauli muss runter.
Die Bundesliga-Party des FC St. Pauli ist vorerst vorbei, der VfL Wolfsburg darf indes weiter auf Erstklassigkeit hoffen. Zwei Jahre nach dem Aufstieg ins Fußball-Oberhaus verabschiedete sich Kiezklub mit dem 1:3 (0:1) trotz einer phasenweise starken Leistung im Abstiegs-Endspiel gegen die Niedersachsen Richtung 2. Bundesliga. Dagegen retteten sich die Gäste am letzten Spieltag noch in die Relegation.
Wolfsburg rettet sich in die Relegation
Vor 29.546 Zuschauern am ausverkauften Hamburger Millerntor hatte Konstantinos Koulierakis (37.) die Wolfsburger in Führung gebracht. Dem nach der Pause eingewechselten Abdoulie Ceesay (57.) gelang für die Gastgeber noch der Ausgleich.
Ein Eigentor des bis dahin starken St. Pauli-Torwart Nikola Vasilj (64.) sorgte für die Vorentscheidung. Wolfsburgs Kapitän Christian Eriksen (77.) konnte es sich erlauben, einen Handelfmeter nur an die Latte zu schießen. Dzenan Pejcinovic (80.) setzte für den VfL den Schlusspunkt.
Die Aufholjagd des 1. FC Heidenheim wurde am Ende nicht belohnt. Durch den 3:1-Sieg beim 1. FC Köln in der Vorwoche hatte das Team von Frank Schmidt am letzten Spieltag noch die Chance auf den Relegationsplatz gehabt, hätte dafür aber ein Unentschieden am Millerntor gebraucht.
Das gab es nicht, Heidenheim verlor aber ohnehin sein eigenes Spiel gegen den FSV Mainz 0:5 mit 0:2. Philipp Tietz brachte den FSV, für den es tabellarisch um nichts mehr ging, bereits in der 7. Minute in Führung. Nadiem Amiri erhöhte für das Team von Urs Fischer (43.).
Der FCH hatte nach zuletzt zwölf Zählern aus sieben Spielen wieder Hoffnung im engen Abstiegskampf geschöpft. Doch letztendlich reichte es nicht. Klar ist, dass Schmidt (52) seinen Vertrag bis 2027 erfüllen und auch in der kommenden Saison Coach beim FCH sein wird – dann im 20. Jahr. Nach Sensationsplatz acht in der Premierensaison hatte sich der kleine Klub von der Ostalb im vergangenen Jahr in der Relegation noch gerettet.
Stuttgart schafft es in die Champions League
Der VfB Stuttgart hat sich derweil als viertes Team aus der Bundesliga für die Champions League in der kommenden Saison qualifiziert. Den Schwaben reichte am letzten Spieltag ein 2:2 (2:0) bei Eintracht Frankfurt, um sich den vierten Tabellenplatz vor der TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen zu sichern.
Die beiden Verfolger sind damit nächste Spielzeit in der Europa League dabei. Hoffenheim verlor bei Borussia Mönchengladbach mit 0:4 (0:2). Leverkusen trennte sich mit 1:1 (0:0) vom Hamburger SV. Für die Champions League hatten zuvor bereits Meister FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig ihr Ticket gelöst.
Der SC Freiburg verteidigte mit einem 4:1 (2:1) gegen RB Leipzig erfolgreich den siebten Rang und hat damit mindestens den Platz in den Playoffs der drittklassigen Conference League sicher. Frankfurt nach dem Remis gegen Stuttgart und der FC Augsburg durch ein 0:4 (0:2) beim 1. FC Union Berlin spielen damit kommende Saison nicht international.
Sollten die Breisgauer am Mittwoch in Istanbul das Europa-League-Finale gegen Aston Villa gewinnen, wären sie sogar als fünftes deutsches Team in der Champions League dabei. Der Tabellenachte würde jedoch nicht in die Conference League nachrücken – ein deutsches Team würde in dem Wettbewerb dann fehlen. (are/sid/dpa)
