Im Doppelpass steht Bundestrainer Jürgen Klopp wegen eines Interviews in der Kritik.
„Sollte er nicht tun“Gladbach-Boss wundert sich über Klopp – Effe wird deutlich

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Stefan Effenberg hat im Doppelpass deutliche Kritik an Jürgen Klopp geäußert.

Dieses Halbzeit-Interview kommt bei den Experten gar nicht gut an! Jürgen Klopp sieht sich im „Doppelpass“ scharfer Kritik ausgesetzt.
Der Grund: Klopp hatte beim Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen den FC Arsenal nach der ersten Hälfte bei DAZN auch über die Taktik des Rekordmeisters gesprochen.
Gladbach-Boss über Klopp-Analyse: „Kann er sich sparen“
„Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden“, hatte Klopp gesagt: „Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich lerne immer noch.“ Insbesondere die Rolle von Harry Kane war ihm ein Rätsel. „Harry Kane ist überall. Das finde ich mit Ball in Ordnung, aber gegen den Ball?“
Es war nicht ganz klar, ob er diese Aussagen als Kritik oder schlicht Verwunderung getätigt hatte. Bayern-Trainer Vincent Kompany jedenfalls hatte Klopps Äußerungen nicht kommentieren wollen.
Von Sport1-Experte Stefan Effenberg gab es zunächst einen süffisanten Kommentar und dann eine deutliche Rüge für Klopp. „Ich habe beim Länderspiel gegen Griechenland das auch nicht verstanden, was Klopp da wollte“, sagte Effe. „Das sollte er nicht tun als Bundestrainer.“
Er habe Klopps Bayern-Statement als „extrem“ empfunden: „Ich habe in Erinnerung, ob es Jogi Löw war, ob es Nagelsmann war als Bundestrainer, die haben sich immer relativ neutral gehalten, wenn sie ein Spiel eines Top-Teams, Dortmund oder Bayern München, geschaut haben.“
Ähnlich sah es Rouven Schröder. Er habe sich „ein Stück weit gewundert“, erklärte der Sportboss von Borussia Mönchengladbach, „weil Jürgen das ja schon mal hatte, bei der WM, als er bei Julian mit dem Noch‘ ein bisschen was offen gelassen hat. Schröders deutliches Fazit: „Der Satz war überflüssig. Kann er sich sparen.“
Podcaster Basti Red mutmaßte: „Vielleicht ist das auch der Preis, den man zahlen muss, wenn wir diese Leute wie Klopp haben wollen, die einfach immer alles rauslassen, wo man sich mit dieser Authentizität identifizieren kann.“
Er machte aber auch deutlich: „Wenn ich Vincent Kompany gewesen wäre, hätte ich genauso reagiert. Es ist ja komplett kontextlos. Es gab keine Vorgeschichte, es gibt keine Nachgeschichte. Und dass Jürgen Klopp irgendwie nicht versteht, wie Harry Kane anläuft ... weiß nicht. Gab es irgendjemanden in Deutschland, der gedacht hat: Boah, jetzt würde ich gerne wissen, wie Jürgen Klopp darüber denkt, was Harry Kane jetzt hier im Spiel zu tun hat? Niemand saß da. Das heißt, sowas Unnötiges habe ich auch selten gesehen.“
