Der 1. FC Köln hat mal wieder ein Standard-Gegentor kassiert. Im Sport1-„Doppelpass“ flüchtete sich Experte Mario Basler erst einmal in Sarkasmus.
Wieder Standard-GegentorBasler nimmt FC-Stars auseinander: „Wollen die sich unterhalten?“

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Mario Basler hat im „Doppelpass“ am Sonntag über die Standardschwäche des 1. FC Köln gesprochen.

Der 1. FC Köln hat sich mal wieder ins eigene Fleisch geschnitten. Beim bisherigen punktlosen und torlosen Tabellenschlusslicht Hamburger SV gab es eine 1:2-Niederlage.
Der FC war zwar die überlegene Mannschaft, hätte in Halbzeit eins sogar zwingend in Führung gehen müssen (Chance Dallinga), kassierte kurz vor der Pause aber den Rückstand – mal wieder nach einem Standard.
Mario Basler sarkastisch: „Gut verteidigt vom 1. FC Köln“
Bei einer Ecke von Albert Grönbaek (25) stehen drei HSV-Spieler mutterseelenalleine im Fünfmeterraum des FC. Einer von ihnen war Innenverteidiger Nicolas Capaldo (28).
Weil sechs FC-Spieler im Fünfer, warum auch immer, eher auf Höhe des ersten Pfostens standen und Torwart Marvin Schwäbe sich nicht von der Linie weg traute, kam der Vizekapitän völlig unbedrängt zum Kopfball und nickte zur 1:0-Führung für die Hausherren ein. Das erste HSV-Tor der Bundesliga-Saison.
Beim FC ärgerte man sich im Nachgang des Spiels über die noch immer nicht beseitigte Standardschwäche in der Defensive. „Wir sollten uns akribisch damit auseinandersetzen. Wir bringen uns nämlich damit um unseren Lohn. Solche Themen dürfen uns nicht immer und immer wieder passieren“, ärgerte sich FC‑Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40).
Auch Trainer René Wagner (38) zeigte sich sichtlich angefressen: „Warum das Gegentor fällt, wissen wir. Wir haben nicht so gestanden, wie wir besprochen haben. Das müssen wir mit den Jungs besprechen. Unter Stress macht man Fehler. Es tut mir weh, weil ich sehe, mit wie viel Akribie die Jungs daran jede Woche arbeiten.“
Die Standardschwäche des FC war am Sonntag (20. September) auch kurz Thema im Sport1-„Doppelpass“. Experte Mario Basler (57) flüchtete sich zunächst in Sarkasmus: „Gut verteidigt vom 1. FC Köln.“ Damit erntete er einige Lacher aus der Runde und dem Publikum.
Danach nahm er die FC-Profis verbal auseinander: „Also, ich weiß nicht, was die fünf da vorne gemacht haben, ob die sich unterhalten wollen zusammen. Da brauchst du dich natürlich nicht wundern. Da hätten ja drei Mann vom HSV das Tor machen können. Also, natürlich schlecht verteidigt, klar.“
Wagner hat mit seiner Mannschaft in der XXL-Länderspielpause nun drei Wochen Zeit, an den defensiven Standards zu arbeiten. Diese Zeit hatte er allerdings auch schon in der wochenlangen Sommer-Vorbereitung.

