Zum 17. Mal ist Köln Schauplatz des DFB-Pokalfinales der Frauen. Im Vorfeld des Endspiels gab es rund um das Stadion wieder ein großes Fan- und Familienfest mit viel Fußball und kölschen Momenten.
Ein Hauch Karneval und neue RekordeKöln feiert Feiertag für den Frauenfußball

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Das große Fan- und Familienfest zum DFB-Pokalfinale der Frauen verströmte am Donnerstag (14. Mai 2026) auch wieder einen Hauch von Karneval auf den Stadionvorwiesen.

Köln ist und bleibt das Mekka für den Mädchen- und Frauenfußball. Bereits zum 17. Mal in Folge ging im Rhein-Energie-Stadion das DFB-Pokalfinale der Frauen über die Bühne. Zum vierten Mal hintereinander war der Fußball-Tempel ausverkauft.
2010 waren 26.000 Fans beim Finale in Köln dabei, was damals einen Europarekord bedeutete. Doch inzwischen pilgern die Massen jährlich nach Müngersdorf. „Heute ist gesetzlicher Feiertag, aber auch ein Feiertag für den Frauen- und Mädchenfußball sowie für die Stadt Köln“, sagte Oberbürgermeister Torsten Burmester stolz.
DFB-Pokalfinale der Frauen: Stadion zum vierten Mal in Folge ausverkauft
Am Donnerstag (14. Mai 2026) ging es erneut darum, im Vorfeld des Duells zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayern München einen bunten, kölschen Tag für den Frauenfußball auf die Beine zu stellen. Und erneut wurden Bestmarken aufgestellt. Das Fan- und Familienfest auf der Vorwiese bot viel Musik und noch mehr Fußball.
Neben den traditionellen Turnieren der C- und D-Juniorinnen fand auch erstmals ein Kids-Cup für die E- und F-Jugend statt. „1340 Mädchen spielen rund um das Stadion. Wir sind ganz klar die Fußball-Hauptstadt im weiblichen Bereich“, sagte FVM-Geschäftsführer Dirk Brennecke. Da die Nachfrage so groß war, wird im kommenden Jahr erstmals auch auf der Jahnwiese gespielt.
Burmester berichtete vom Vatertagsfrühstück mit seiner jüngsten Tochter, die beim FC Rheinsüd spielt. „Die kann sich noch genau daran erinnern, als sie hier am Turnier teilgenommen hat“, sagte er. „Wenn Kinder am Ende des Tages sagen, dass es schön war, dann ist gesellschaftspolitisch das erreicht, was wir umsetzen wollen.“
Für DFB-Vizepräsidentin Heike Ullrich fühlt sich der Tag inzwischen an „wie Familie“. Inzwischen sei es selbstverständlich zu sagen, dass das Spiel ausverkauft sei. „Wir haben es seit 17 Jahren gelernt, Vertrauen in Köln und den Standort zu haben.“

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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester überreichte den DFB-Pokal wieder an den DFB. Vizepräsidentin Heike Ullrich nahm ihn vor dem Endspiel entgegen.
Am 30. Mai steigt das U17-Pokal-Finale der Juniorinnen in Köln. Auch das soll dauerhaft etabliert werden. Am 5. Juni findet zudem ein WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen in Köln statt.

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Die Band Scharmöör verlegte ihren Auftritt beim Song „Strüßjer un Kamelle“ kurzerhand von der Bühne auf die Vorwiese und sang zwischen den Fans.
Einen Hauch von Karneval gab es auf der Vorwiese. Marie Band machte den Auftakt, dann trat Scharmöör auf. Die kölsche Band hatte ihren ersten Auftritt seit Rosenmontag und präsentierte die Weltpremiere des neuen Songs „Schunkele“.

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Je näher es auf den Anstoß des DFB-Pokalfinals zuging, desto voller wurde die Stadionvorwiese. Die Band StadtRand bildete den Abschluss des Fan- und Familienfestes.
Auf der Wiese schunkelten Fans aus Wolfsburg, aus München und aus Köln einträchtig. „Wir können nicht viel in Köln, aber schunkeln“, gab Frontmann Leon Heidrich als Devise aus.
Zum Finale des Vorprogramms stand StadtRand auf der Bühne. Danach zogen einige, die nur das bunte Treiben erleben wollten, wieder von dannen. Für die anderen ging es zum Höhepunkt des Tages ins Stadion.
