Zusammenstoß mit Folgen beim Spiel von Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus. Der DAZN-Kommentator wollte seinen Augen kaum trauen.
Blutschock bei Bayer-SpielKommentator fordert: „Ab ins Krankenhaus!“

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Der schwer gezeichnete Lorenzo Pirola im Spiel von Olympiakos Piräus gegen Bayer Leverkusen am Mittwoch (18. Februar 2026) in der Champions League.
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Diese Bilder waren nichts für schwache Nerven. Beim Champions-League-Spiel von Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus kam es in der 34. Minute zu einem unglücklichen Zusammenprall zwischen Lorenzo Pirola und seinem Teamkollegen Panagiotis Retsos.
Den Italiener in Diensten von Olympiakos erwischte es dabei richtig übel, der Innenverteidiger war blutüberströmt. Auch der frühere Leverkusener musste erst einmal raus zur Behandlung.
DAZN-Kommentator: „Der sah zu keinem Moment spielbereit aus“
Für beide ging es weiter, doch Pirolas Kopfverband hielt der Platzwunde nicht lange stand. Nach wenigen Minuten saß er erneut auf dem Rasen, der weiße Verband hatte sich blutrot gefärbt.
In der DAZN-Konferenz forderte der Kommentator die sofortige Auswechslung. Er habe sich ohnehin gewundert, dass Pirola wieder aufs Feld geschickt worden sei, sagte Lukas Schönmüller. „Der sah zu keinem Moment spielbereit aus.“ Angesichts der Bilder gab es für ihn nur eine Konsequenz: „Bitte ins Krankenhaus!“
Olympiakos bereitete in der Tat einen Wechsel vor, hatte die Rechnung dabei aber ohne Pirola gemacht. Der wollte unbedingt weiterspielen, diskutierte mit dem Staff und wurde schließlich getackert wieder auf den Platz gelassen. Giulian Biancone, der schon zum Wechsel bereitgestanden hatte, setzte sich wieder auf die Bank.
Pirola stand dann sogar beim vermeintlichen Führungstreffer durch Ayoub El Kaabi auf dem Platz, jubelte trotz Kopfverband ausgelassen mit seinen Teamkollegen. Der Treffer wurde wenig später aber wegen Abseits durch den VAR zurückgenommen.
Nach zehn Minuten Nachspielzeit ging es beim Stand von 0:0 in die Halbzeitpause. Das gab der medizinischen Abteilung der Gastgeber die Gelegenheit, Pirolas Verletzung genauer zu untersuchen und zu entscheiden, ob es sinnvoll war, den Spieler im zweiten Durchgang des Playoff-Hinspiels weiter mitwirken zu lassen.
Die Antwort fiel negativ aus, der Innenverteidiger blieb in der Kabine. „Biancone kommt endlich für Pirola“, sagte Kommentator Schönmüller erleichtert.
Der eingewechselte Franzose ließ sich dann in der 60. Minute beim Führungstreffer für die Werkself von Bayer-Stürmer Patrik Schick allerdings ganz schön düpieren. Nur knapp drei Minuten später erhöhte Schick nach einer Ecke per Kopf zum 2:0 für die Gäste aus dem Rheinland. Durch den Auswärtssieg verschaffte sich Leverkusen eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der BayArena am Dienstag.



