Hammer bei Bayer Leverkusen! Kapitän Robert Andrich wurde mitgeteilt, dass er trotz seines Vertrags bis 2028 gehen soll.
Trotz Vertrags bis 2028Kein Platz mehr für Kapitän Andrich in Leverkusen

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Robert Andrich verliert ein Laufduell gegen Said El Mala. Auch seinen Platz in Leverkusen ist er los.
Stühlerücken bei Bayer 04 Leverkusen! Meister-Held Robert Andrich soll sich trotz seines bis 2028 laufenden Vertrags einen neuen Klub suchen. Die Vereinsführung hat ihm das unmissverständlich klargemacht.
Im Trainingscamp von Bayer 04 Leverkusen in Thüringen klang das vor knapp 14 Tagen noch ganz anders. Damals sagte Robert Andrich: „Solange ich das Gefühl habe, sportlich wichtig zu sein, suche ich nicht von mir aus etwas Neues. Sollte der Trainer oder die Vereinsführung irgendwann zu einer anderen Einschätzung kommen, muss man darüber reden.“
Neue Konkurrenz und anderes Spielsystem
Exakt diese Situation ist laut Informationen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ nun eingetreten. Die Verantwortlichen des Klubs informierten Andrich und seinen Agenten Sören Seidel, dass es für den aktuellen Spielführer in der neuen Spielzeit äußerst schwer werden dürfte, Einsatzminuten zu sammeln. Coach Carles Martínez verfolgt für die Mittelfeldzentrale andere Strategien. Der „Kicker“ berichtete darüber als Erstes.
Andrich sondiert nun bis zum 1. September den Markt nach einer reizvollen neuen Aufgabe. Ein Schnellschuss wird allerdings nicht erwartet. Der 31-Jährige besitzt in Leverkusen noch einen gültigen Kontrakt bis 2028. Schon vor einigen Wochen wurde über einen möglichen Wechsel spekuliert. Andrich selbst wollte sich aber erst unter dem neuen Trainer Martínez durchsetzen und befasste sich daher nicht intensiv mit Offerten – zum Beispiel von Eintracht Frankfurt.
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Jetzt muss sich Andrich ernsthaft mit potenziellen neuen Vereinen beschäftigen. Schon in der abgelaufenen Spielzeit bekam er im Mittelfeldzentrum kaum Minuten, war unter dem früheren Trainer Kasper Hjulmand aber eine feste Größe in der Dreier-Abwehrreihe. Martínez lässt jedoch mit einer Vierer-Abwehrkette agieren.
Dort gibt es für Andrich genauso wenig eine Position wie in der Zentrale. Im Mittelfeld scheinen momentan Aleix García und Equi Fernández die Nase vorn zu haben. Exequiel Palacios ist als argentinischer Vize-Weltmeister (ohne Einsatz) erst kürzlich wieder ins Training zurückgekehrt. Obendrein hat Bayer mit Kennet Eichhorn ein riesiges Talent von Hertha BSC verpflichtet. Der 17-Jährige fällt derzeit wegen einer Stoffwechselerkrankung aus, soll nach seiner Genesung aber verstärkt zum Einsatz kommen.
Inzwischen hat Andrich im Rheinland seine Heimat gefunden und wohnt mit seiner Familie in einem Haus bei Düsseldorf. Ein Ortswechsel wäre für ihn nicht die bevorzugte Variante, ist aber denkbar: „Je größer die Familie wird, desto schwieriger wird es. Das ist klar. Wir treffen solche Entscheidungen aber gemeinsam. Meine Frau ist seit einigen Jahren an meiner Seite und hat schon mehrere Wechsel mitgemacht. Sie steht hinter allem, was wir zusammen entscheiden. Wir bekommen es immer hin. Sowohl das Bleiben als auch das Gehen funktioniert gemeinsam – und das wird so bleiben.“
Es ist davon auszugehen, dass Andrich auch sein Kapitänsamt verliert. Martínez wird sich voraussichtlich am Freitag bei der Medienrunde vor dem ersten offiziellen Spiel im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden (Samstag, 13 Uhr) dazu äußern. Als naheliegender Nachfolger wird Edmond Tapsoba gehandelt, der das Team schon mehrfach als Kapitän anführte.
Auch Farid Alfa-Ruprecht wird den Verein laut Informationen unserer Redaktion definitiv verlassen. Der flinke Außenstürmer, der im Vorjahr an den VfL Bochum ausgeliehen war, steht kurz vor einem weiteren Leihgeschäft in die 2. Bundesliga – dieses Mal geht es zu Hertha BSC.
Wie die „Bild“ berichtet, gibt es außerdem ernsthaftes Interesse an Ernest Poku von einem italienischen Erstligisten. Bayer 04 ist verhandlungsbereit und will für den 22-jährigen Niederländer eine Transfersumme von ungefähr 25 Millionen Euro erzielen. Beim Testkick bei Newcastle United (2:1) wurde Poku bereits nicht mehr eingesetzt. (red)

