Macht sie noch vor der WM Schluss? Alexandra Popp spricht über ihr Karriereende

Alexandra Popp steht vor Mikrofonen und beantwortet Fragen der Journalisten.

 Nationalspielerin Alexandra Popp gibt am 1. August 2022 nach der EM Interviews. 

Alexandra Popp war das Gesicht der erfolgreichen deutschen Fußballerinnen bei der EM in England. Eigentlich will Stürmerin auch die WM 2023 spielen, doch zu 100 Prozent darauf festlegen möchte sie sich nicht.

Alexandra Popp hetzte am Mittwoch von der Betriebsversammlung bei VW zu ihrer Pressekonferenz beim VfL Wolfsburg. „Ich habe eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben. Von daher darf ich nichts dazu sagen“, erklärte die Vize-Europameisterin und DFB-Kapitänin lachend bei der zweiten Veranstaltung über die erste, ehe sie dann jede Menge Fragen beantwortete.

Die 31-Jährige ist seit der euphorischen Fußball-EM in England mehr gefragt denn je: „Ich bin ziemlich viel unterwegs im Moment, somit kommt mein Hund gerade ein bisschen zu kurz.“

Terminstress für Alexandra Popp und Kolleginnen

Das Frauchen von Vierbeiner Patch hat auch in den kommenden Wochen volles Programm: Am Freitagabend steht das nächste Bundesliga-Spiel des deutschen Meisters aus Wolfsburg gegen Bayer Leverkusen an, am kommenden Montag gibt die Auslosung der Gruppenphase einen Vorgeschmack auf die Champions League. Und am Freitag darauf (20.30 Uhr/ARD) geht es im Länderspiel in Dresden gegen Frankreich.

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Ihren Urlaub nach der EM verbrachte Popp zurückgezogen in einem Camper an ruhigen Orten. Längst aber hat sie die enorm gestiegene Popularität wieder eingeholt. Selbst in Großstädten wie Hamburg, wo sie bisher „als normaler Bürger“ durch die Straßen gelaufen sei, werde sie jetzt erkannt.  „Das hat sich schon extrem verändert und ist auch erst mal komisch, weil man ja gerne privat unterwegs sein möchte. Andererseits ist es eine extreme Anerkennung und Wertschätzung.“

Sie habe auch relative viele Anfragen für Medien- oder Sponsorenauftritte bekommen. „Zum Teil sehr cool, sehr interessant, aber aus Zeitgründen nicht umsetzbar.“

Alexandra Popp verzichtet auf Teilnahme am RTL-Turmspringen

So könne sie ja schlecht beim RTL-Turmspringen mitmachen, da müsste sie ja schon trainieren, „wie man von einem Fünf-Meter-Brett springt oder so einen komischen Auerbach macht. Und da ist die Verletzungsgefahr zu groß, wenn ich mit dem Gesicht im Wasser bremse.“

Am Fußball hat Popp, die nach einer Knieverletzung erst Anfang des Jahres ihr Comeback gegeben hatte, derzeit „extrem viel Spaß“. Auf eine Teilnahme an der WM 2023 in Australien und Neuseeland will sie sich dennoch nicht festlegen.  

„Stand jetzt steht das auf meiner Agenda“, sagte sie. „Ich habe aber gesagt, dass das auch anders laufen kann. Ich bin extrem von den Gefühlen meines Bauches geleitet. Und deswegen kann's passieren, dass ich in einem halben Jahr sage: Das ist jetzt der Moment, wo ich aufhöre. Oder auch nicht.“

Popp fühlt sich „wie im zweiten Frühling“

Popp hatte mit ihren sechs Toren bei der Europameisterschaft im Juli großen Anteil daran, dass die deutschen Frauen das Endspiel in Wembley erreichten. Dort unterlag die Auswahl von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg England mit 1:2 – ohne ihre verletzte Topstürmerin.

„Natürlich wäre es sehr charmant gewesen, wenn man mit dem Europameisterschafts-Titel bei seiner ersten Europameisterschaft seine internationale Karriere beendet. Das ist jetzt nicht passiert“, sagte Popp, die in 121 Länderspielen 59 Tore erzielt hat und 2016 Olympiasiegerin mit dem deutschen Team war.

 „Ich hatte eher sogar das Gefühl, dass ich durch das Turnier und auch meine körperliche Fitness im Moment gefühlt im zweiten Frühling bin.“ Sie wolle auch die jungen Spielerinnen noch nicht ganz von der Leine lassen, sondern weiter ein wenig führen. (dpa)

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