Start der 2. Bundesliga Kult-Kommentator Markus Höhner legt sich bei Aufsteigern fest

Markus Höhner auf seinem Kommentatorenplatz im Stadion

Kommentator Markus Höhner, hier am 3. Februar beim DFB-Pokalspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Werder Bremen, kommentiert bei Sport1 die neuen Top-Spiele am Samstagabend.

Die neue Saison in der „stärksten 2. Bundesliga aller Zeiten“ steht in den Startlöchern. Die gute Nachricht für alle Fans: Die Liga kehrt zurück ins Free-TV.

Köln. Mit dem Kracher-Duell zwischen Absteiger FC Schalke 04 und dem HSV startet am Freitagabend (23. Juli 2021, Sky & Sat.1) die neue Saison in der 2. Bundesliga. Und die gibt es fortan wöchentlich nicht mehr nur für Pay-TV-Kunden: Mit dem Top-Spiel am Samstagabend (jeweils 20.30 Uhr) wird erstmals seit vier Jahren wieder eine Partie pro Spieltag im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein.

Beim übertragenden Sender Sport1 hinter dem Mikrofon: Kult-Kommentator Markus Höhner (56), der schon weit mehr als 100 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel hat. Den Auftakt macht am ersten Spieltag das Nord-Derby zwischen Werder Bremen und Hannover 96. Im EXPRESS erklärt Höhner, welche Teams er für die Top drei auf dem Zettel hat – und warum er sich besonders freut, den 1. FC Köln nicht kommentieren zu müssen.

Die 2. Bundesliga ist nach vier Jahren zurück im Free-TV – künftig allerdings an einem neuen Termin. Was glauben Sie: Wird der Samstagabend bei den Fans gut ankommen?

Höhner: Dass das Montagabendspiel seinerzeit aus dem Free-TV verschwunden ist, war schon traurig. Das hat der zweiten Liga in Sachen Image auch sehr wehgetan. Der Samstagabend ist ein schöner Kompromiss, finde ich. Und auch ein sehr fanfreundlicher Termin. Für die Klubs ist es natürlich ebenfalls eine tolle Bühne, egal ob für die Großen oder die vermeintlich Kleinen. Es wird die Liga als Marke wieder prominenter machen.

Im Vorfeld wird von der „stärksten zweiten Liga aller Zeiten“ gesprochen. Wird die Liga die Vorschusslorbeeren auch sportlich rechtfertigen können?

Höhner: Vor allem wird sie in Sachen Atmosphäre sehr hochwertig werden. Schrittweise werden die Fans in die Stadien zurückkehren. Allein deswegen wird die Euphorie riesig sein. Und wenn du dann Klubs wie Schalke, Bremen, den HSV und auch Rostock und Dresden drin hast, ist Gänsehaut-Stimmung vorprogrammiert. Natürlich gibt es auch viele Traditionsduelle und Derbys. Wie gut die Spiele am Ende wirklich werden, kann ich jetzt nicht sagen. Aber sie werden die Leute auf jeden Fall mitnehmen. Ich denke, die zweite Liga wird eine ganz große Saison erleben.

Ihr Herzensklub Köln wäre auch beinahe noch hineingerutscht…

Höhner: Dickes Sorry an alle Kieler Fans. Aber ich persönlich bin natürlich heilfroh, dass Holstein auch in der kommenden Saison in der zweiten Liga spielt. Ich habe auf jeden Fall mit großer Erleichterung festgestellt, dass ich den 1. FC Köln nicht kommentieren muss.

Mit Schalke und Bremen sind zwei echte Schwergewichte dazugekommen. Sind beide Klubs für Sie die heißesten Kandidaten für den direkten Wiederaufstieg?

Höhner: Absolut. Werder hat mit Markus Anfang einen Trainer geholt, der die Liga bestens kennt und bewiesen hat, dass er Mannschaften nach oben führen kann. Der Kader ist – Stand jetzt – für die zweite Liga sehr gut. Allerdings wird da wohl noch einiges passieren. Dennoch denke ich, dass Bremen sehr gute Karten im Aufstiegsrennen hat. Ebenso wie Schalke. Die Verpflichtung von Simon Terodde war ein super Schachzug – der ist ein super Typ und ein Torgarant. Und dem HSV fehlt diese Quote jetzt in der Offensive, weswegen ich die Hamburger auch nicht zu den großen Aufstiegsfavoriten zähle. Bei Schalke bleibt nur abzuwarten, ob Dimitrios Grammozis die Truppe nach dem bitteren Abstieg auf Kurs bringen kann.

Markus Höhner auf seinem Kommentatorenplatz im Stadion

Markus Höhner sitzt seit vielen Jahren für Sport1 hinterm Mikrofon. In der kommenden Zweitliga-Saison begleitet er die Top-Spiele am Samstagabend.

Wer wird das Überraschungsteam der kommenden Saison?

Höhner: Ich weiß nicht, ob es eine große Überraschung wäre: Aber ich glaube, dass Fortuna Düsseldorf eine sehr gute Rolle spielen kann. Alle reden über die anderen großen Namen. Und ich glaube, dass die Fortuna deswegen nicht den ganz großen Druck hat und mit einer gewissen Leichtigkeit auftreten wird. Weswegen ich sage: Die ersten drei Plätze am Ende der Saison belegen Bremen, Schalke und Düsseldorf.

Und welche Teams werden sich im Tabellenkeller wiederfinden?

Höhner: Rostock und Dresden haben eine ungemeine Fan-Wucht hinter sich. Das könnte im Abstiegskampf entscheidend gegenüber den Konkurrenten sein. Ansonsten ist man schnell bei jenen Teams, die in der Vorsaison den Sprung über den Strich gerade noch geschafft haben: Aue, Regensburg und Sandhausen. Das sind sicher auch die Klubs, die im Vergleich zur Konkurrenz die geringeren finanziellen Möglichkeiten haben.

An Ihrer Seite werden am Samstagabend immer auch wieder prominente Co-Kommentatoren zu hören sein. Wer denn beispielsweise?

Höhner: Beim Nord-Derby zwischen Bremen und Hannover wird Martin Harnik dabei sein. Er hat für beide Klubs gespielt und steckt da voll im Thema. Am zweiten Spieltag haben wir dann das Bremer Gastspiel in Düsseldorf. Dann wird Kölns Retter-Coach und Ex-Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel an meiner Seite sein. Da muss ich dann aufpassen, dass ich ihn während des Spiels nicht minutenlang anlächele – und das Kommentieren vergesse.

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