Wirklich rund läuft es beim 1. FC Köln aktuell nicht, auch hinter den Kulissen wird das Knirschen immer lauter. Das war am Sonntag auch im Sport1-„Doppelpass“ Thema.
„Wirklich schlecht“Völler muss für Kwasniok-Einordnung bezahlen
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Neues Jahr, neues Glück? Beim 1. FC Köln kann man das in der aktuellen Situation wahrlich nicht behaupten.
Eigentlich steht der Klub als Aufsteiger mit 17 Punkten nach 16 Spielen recht ordentlich da, aber nicht nur die Sieglos-Serie (seit sieben Spielen ohne Dreier, vier davon verloren) hat in den vergangenen Wochen Spuren hinterlassen.
Völler muss für Satz über FC bezahlen
Auch einige Entscheidungen von Trainer Lukas Kwasniok (44) haben bei den Fans wiederholt für Unmut gesorgt. Unter anderem die wiederholten Bankplätze für Durchstarter Said El Mala (19), aber auch der Kader-Rauswurf von Luca Waldschmidt (29) und die Nicht-Berücksichtigung von Florian Kainz (33).
Nach dem 2:2 in Heidenheim am Samstag (11. Januar) erschien dann sogar ein Anti-Kwasniok-Banner im Kölner Gästeblock. „Kwasni Yok“ teilten die FC-Fans damit mit. „Yok“ ist ein türkisches Wort, das als Ausdruck wahlweise für „nein“ oder „nichts“ steht.
Auch im Sport1-„Doppelpass“ waren die Unruhen beim FC ein Thema, wirklich ins Detail gingen die Anwesenden aber nicht. Lediglich Rudi Völler (65), Direktor Profifußball der deutschen Nationalmannschaft, äußerte sich kurz zur FC-Situation.
„Zu Beginn der Saison, in den ersten acht, neun, zehn Spielen haben sie es wunderbar gemacht. Ich habe auch mal ein Spiel live gesehen. Sehr überzeugend, vor allem im Pokalspiel gegen die Bayern, da haben sie eine Top-Leistung gebracht. Auch in der Bundesliga. Jetzt vor Weihnachten hatten sie eine schlechte Phase. Ich war beim Spiel in Leverkusen, da waren sie wirklich schlecht“, fasste der ehemalige Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen die bisherige Saison der Kölner zusammen.
Durch den bärenstarken Saisonstart der Kwasniok-Truppe (Platz sechs mit elf Punkten nach sieben Spielen) sei der Anspruch im und auch um den Klub „natürlich größer geworden“.
Völlers letzter Satz in seiner FC-Einordnung hat ihn dann sogar etwas gekostet: „Das ist halt auch der Fluch der guten Tat.“ Wie in der Sendung üblich waren dafür drei Euro für das Phrasenschwein fällig. Das hatte Völler aber schon zu Beginn seines Statements angekündigt: „Ich versuche jetzt mal, drei Euro reinzutun. Das muss ja kommen, weil wir sind jetzt im neuen Jahr.“


