Der 1. FC Köln muss das 1:1 beim FC St. Pauli teuer bezahlen. FC-Stürmer Ragnar Ache droht das vorzeitige Saison-Aus.
Verletzungs-SchockFC-Stürmer droht vorzeitiges Saison-Aus
Es war die 51. Minute beim Spiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli als die Kölner Verantwortlichen kurz die Luft anhielten. Ragnar Ache hatte sich bei einem Sprint verletzt und zeigte gleich an, dass er ausgewechselt werden muss. Für ihn kam Marius Bülter in die Partie.
Wie bitter! Ache (27), der in den vergangenen Jahren immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen wurde und als anfällig galt, hatte in dieser Rückrunde die Form seines Lebens. Beim FC verpasste er nur ein Spiel wegen einer Gehirnerschütterung, steuerte sieben Tore und fünf Vorlagen bei. Jetzt droht er im Saisonfinale lange auszufallen. Ob Ache überhaupt noch ein Spiel in dieser Saison machen kann, ist mehr als fraglich.
Ragnar Ache: Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel
Sky-Experte Martin Harnik befürchtete nach dem 1:1 beim FC St. Pauli das Schlimmste: „Das sieht nach einem Muskelfaserriss aus und das bedeutet rund drei Wochen Pause.“ Sollte sich die Diagnose bestätigen, fällt Ache definitiv im Derby gegen Bayer Leverkusen (25. April), bei Union Berlin (2. Mai) und am 10. Mai im Heimspiel gegen Heidenheim aus.
Auch für das letzte Spiel bei Bayern München (16. Mai) dürfte es eng werden, denn nach der Heilung müsste Ache sich im Training erst einmal wieder herankämpfen. Eingesetzt werden nur Spieler in perfekter Verfassung.
Für den Verein ist es im Kampf um den Klassenerhalt ein herber Nackenschlag. Die Verletzungsseuche hatte gerade erst aufgehört. Vor dem Spiel bei Pauli fehlten nur die Langzeitverletzten Luca Kilian und Timo Hübers (beide schwere Knieverletzungen).
Im Winter hatte es beim FC Diskussionen um die Trainingssteuerung gegeben, da mehrere Spieler mit Muskelverletzungen ausgefallen waren. Jetzt erwischte es auch Ache. Wie schlimm es genau ist, wird eine MRT-Untersuchung in Köln zeigen. Kölns Sportchef Thomas Kessler sagte: „Wir müssen abwarten, das sah aber nicht gut aus. Er war in der Kabine niedergeschlagen. Jetzt müssen wir abwarten, was bei der Diagnostik herauskommt.“
Trainer René Wagner hat noch Hoffnung, dass es nicht zu schlimm ist: „Ich habe kurz mit ihm gesprochen. Ich glaube, da ist was, es ist aber zu früh, um zu sagen, was genau es ist. Wir müssen es morgen genauer checken.“
Was Mut macht: Mit Youssoupha Niang gibt es einen Stürmer bei der U21, der in Top-Form ist. Er war am Freitagabend beim Regionalliga-Spiel gegen Spitzenreiter Fortuna Köln überragend. Niang erzielte beim 3:0-Sieg des FC II zwei Tore selbst und eine Hereingabe von ihm wurde von einem Fortunen in die eigenen Maschen gegrätscht. Auch Youngster Fynn Schenten ist eine Option für die FC-Offensive.

