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Turbulente FC-TageDeal offiziell: Simpson-Pusey will einen Kölner schnell kennenlernen

Aktualisiert

Jetzt ist er voll dabei! Kölns zwölfter neuer Spieler in dieser Saison legt beim FC los. Am Dienstag wurde der Transfer von Jahmai Simpson-Pusey offiziell und er absolvierte gleich seine erste Einheit.

Es ist ein ereignisreicher und turbulenter Jahresauftakt für den 20-jährigen Engländer! Verhandlungen über die Feiertage, Transfer, Medizincheck, Einkleidung, Flug ins Trainingslager und erstes Training im neuen Jahr.

Am Montagabend kam Jahmai Simpson-Pusey um 20 Uhr im Hotel Barcelo La Nucia Hills an. Nach einer Nacht stand er dann am Dienstag (6. Januar 2026) erstmals mit den neuen Kollegen auf dem Platz. 

Simson-Pusey erstmals mit den FC-Kollegen auf dem Platz

Der 1. FC Köln gab den Wintertransfer und damit den zwölften Neuzugang der Saison mittlerweile auch offiziell bekannt. Jahmai Simpson-Pusey wechselt leihweise bis zum Sommer von Manchester City ans Geißbockheim. Im Anschluss sicherte sich der Aufsteiger eine Kaufoption (rund acht Millionen Euro) für das Verteidiger-Talent, ManCity hat allerdings eine Rückkaufklausel im Vertragswerk verankert.

Dass der Wechsel erst am Dienstag offiziell gemacht wurde, war so nicht geplant. Weil der vorherige Leihklub von Simpson-Pusey, Celtic Glasgow, den Trainer feuerte, hatte die Bekanntgabe bei den Schotten nicht oberste Priorität. Nur 33 Tage nach seiner Vorstellung war Wilfried Nancy entlassen worden. Den schottischen Meister betreut nun Martin O'Neill.

Am Dienstagmorgen wurde Kölns Sportchef Thomas Kessler (39) nervös – doch um 9.06 Uhr kam endlich die Transfer-Bestätigung von Celtic. Ohne hätte der Neuzugang am Dienstagmorgen aus versicherungstechnischen Gründen nicht mittrainieren dürfen.

Um 10.23 Uhr betrat der neue Innenverteidiger dann den Trainingsplatz am Estadio Olimpic Camilo Cano. Dabei wurde der Verteidiger zu Beginn mit einem herzlichen Applaus von seinen neuen Mannschaftskameraden empfangen. Und dann ging es für Simpson-Pusey, der die 22 bekommt, die zuletzt Jacob Christensen trug, auch schon in die Vollen.

Das City-Juwel war von Anfang an mittendrin in den Spielformen, langte in einigen Zweikämpfen schon ordentlich dazwischen. Jetzt hat der Engländer noch vier Trainingseinheiten bis zum Auswärtsspiel, um sich an seine neuen Teamkollegen zu gewöhnen.

In Köln ist die Freude jetzt groß – auch wenn der Klub noch Probleme mit dem Namen hat. Auf der Plattform X sendete der FC erste Flughafen-Grüße von „Jamaih“ an die Fans. Das „h“ stand an der falschen Stelle! Sportdirektor Thomas Kessler (39) machte es dann richtig: „Jahmai ist ein talentierter Spieler, der trotz seines jungen Alters bereits Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln konnte. Er wurde bei einem internationalen Top-Klub ausgebildet, ist spielstark und ballsicher. Mit seiner Verpflichtung erweitern wir unsere Optionen in der Innenverteidigung und schaffen die notwendige personelle Breite. Darüber hinaus bringt Jahmai eine hohe Motivation und einen ausgeprägten Ehrgeiz mit, was den internen Konkurrenzkampf positiv beeinflussen wird.“

Der Jung-Star selbst ist heiß auf die neue Herausforderung und will einen in Köln sofort kennenlernen – Hennes: „Der Wechsel nach Köln ist ein Neustart für mich, auf den ich mich sehr freue. Als ich mich mit dem FC und seiner Geschichte beschäftigt habe, wollte ich am liebsten direkt loslegen. Jetzt freue ich mich, meine Mannschaftskollegen kennenzulernen – und Hennes, wenn wir zurück in Köln sind. Ich möchte hier möglichst viele Spiele machen und dem FC dabei helfen, in dieser Saison seine Ziele zu erreichen.“

Trainer Lukas Kwasniok will den englischen Junioren-Nationalspieler „erstmal ankommen lassen“. Doch die Hoffnung ist groß, dass Simpson-Pusey die erhoffte Soforthilfe ist. In der Bundesliga geht es gleich heiß zur Sache für die zuletzt gebeutelten und angeschlagenen Kölner. Am Samstag (10. Januar) spielt der FC in Heidenheim, am Mittwoch (14. Januar) kommt der FC Bayern, am Samstag (17. Januar) steht dann zum Rückrundenauftakt das Heimspiel gegen Mainz an.

Drei Spiele innerhalb von acht Tagen mit Brisanz – Köln muss punkten, um sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten! Kann sein, dass Simpson-Pusey sofort ins kalte Wasser geworfen wird: vier Innenverteidiger fehlen Trainer Kwasniok in Heidenheim und gegen den FC Bayern. Timo Hübers und Luca Kilian (beide Knieverletzung) fehlen die komplette Spielzeit, Joel Schmied ist nach komplizierter Muskelverletzung bislang nicht bereit und Rav van den Berg ist rotgesperrt.