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Trainerwechsel in KölnWagner findet deutliche Worte für Vorgänger Kwasniok

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Sieben Spieltage vor Saisonende hat der 1. FC Köln die Reißleine gezogen. Nach der Trennung von Lukas Kwasniok soll nun sein Co-Trainer René Wagner die Rettung schaffen. Auch für den neuen Chef eine seltsame Situation.

In den kommenden sieben Spielen soll René Wagner (37) den 1. FC Köln vor dem Abstieg bewahren. Er übernimmt die Chefrolle von Lukas Kwasniok (44), der am Sonntagabend freigestellt wurde.

Kwasniok hatte noch einen Vertrag bis 2028 beim FC, durch eine Abfindungsklausel muss der Verein aber nicht noch zwei volle Jahresgehälter in Höhe von insgesamt rund 2,4 Millionen Euro bezahlen. Er hinterlässt zudem keinen Scherbenhaufen. 

1. FC Köln: Kwasniok hat Wagner eine andere Perspektive aufgezeigt

Für Wagner, der unter Kwasniok Co-Trainer war, ist es trotzdem eine seltsame Situation. Natürlich strebte er in seiner Karriere einen Cheftrainerposten an, aber unter diesen Umständen plötzlich aus dem Schatten zu treten, ist schon speziell.

Die Frage ist: Was nimmt Wagner von Kwasniok mit? Wagner findet deutliche Worte für seinen Vorgänger: „Ich habe unheimlich viel von Lukas mitgenommen. Er ist ein Trainer, der inhaltlich unfassbar gearbeitet hat, der Fußball jeden Tag, jede Sekunde, jede Millisekunde im Leben gelebt hat. Das ist etwas, was ich definitiv mitnehmen werde und auch muss.“

Durch das Vorbild Kwasniok hat Wagner in der Zusammenarbeit noch eine andere Perspektive bekommen. „Das hat mich am Ende als Trainer nochmals viel besser gemacht. Das war auch das Ziel, als ich im Sommer zurück nach Köln gekommen bin. Ich wollte eine neue Perspektive, einen neuen Cheftrainer und etwas anderes sehen. Das war mir wichtig und das habe ich auch bekommen“, erklärt Wagner.

Das Fußballgeschäft kann brutal sein. Wagner hat durch Kwasniok viel gelernt und durch dessen Aus jetzt auch eine große Chance bekommen. Zunächst ist er noch Interimstrainer, doch Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) hat schon gesagt, dass er sich Wagner auch als langfristigen Cheftrainer beim 1. FC Köln vorstellen kann. Das passt zur aktuellen Philosophie, wo viele Eigengewächse wie Lukas Berg (Technischer Direktor) oder Kessler selbst (vom Jugendtrainer zum Sportchef) in Führungsrollen schlüpfen.

Wagner will aber nicht zu weit nach vorn blicken: „Jetzt geht es darum, die Aufgabe zu erfüllen. Nichts anderes beschäftigt mich. Ich bin da relativ klar. Alles andere wird so kommen, wie es kommen soll. Ich habe die größte Chance, wenn alle anderen Erfolg haben. Das heißt: Ich kümmere mich jetzt darum, dass es den Jungs gut geht und dem Staff, und wir gemeinsam Spiele gewinnen.“

Kölns neuer Cheftrainer René Wagner am 24. März 2026 im Gespräch mit Linton Maina.

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