Beim 1. FC Köln gehören Anlaufschwierigkeiten in dieser Saison zwar oft dazu, dem stehen allerdings auch die guten Nehmerqualitäten gegenüber. Das liegt auch an der starken Joker-Bilanz.
FC-Tendenz macht HoffnungGroße Kwasniok-Stärke lebt unter Wagner wieder neu auf

Der Motor des 1. FC Köln braucht in dieser Saison häufig eine gewisse Vorlaufzeit, bevor er in Gang kommt. Das zeigt die Statistik: In 23 von 30 Spielen lag die Mannschaft bislang hinten.
Immerhin ist der FC die zweitbeste Comeback-Truppe der Liga. Insgesamt zehnmal konnte man noch nach einer gegnerischen Führung punkten. Das lag vor allem daran, dass sowohl Lukas Kwasniok (44) als auch René Wagner (37) stets ein „goldenes Händchen“ bewiesen haben.
Unter Wagner sind die Joker-Qualitäten beim FC zurück
Was die Joker-Qualitäten angeht, spielt der FC schon Champions League. Denn sowohl was die Tore als auch die Scorer insgesamt angehen, liegt der Aufsteiger im Liga-Vergleich auf Platz vier: Insgesamt 13 Treffer erzielten die Kölner Einwechselspieler in dieser Saison bereits.
Nachdem Alessio Castro-Montes (28) mit seinem Treffer gegen Eintracht Frankfurt bereits den Vereinsrekord aus den Spielzeiten 2021/22 und 1992/93 eingestellt hatte, sicherte Luca Waldschmidt (29) mit seinem Elfmeter-Tor gegen Pauli der Mannschaft die alleinige Bestmarke.
Gegen Bayer legte Kölns Blitz-Joker dann sogar nochmal nach. Zu den 13 Treffern kommen noch elf Assists, sodass die Joker in dieser Saison bereits 24 Scorer vorweisen können. Nur Bayern (36), Stuttgart (27) und Borussia Dortmund (27) sind in dieser Hinsicht besser.
Auch individuell spielen die FC-Profis ganz oben mit. Said El Mala (19) ist nach Scorern (vier Tore, drei Vorlagen) der beste Joker der Liga, mit Stefan Schimmer (32) aus Heidenheim erzielte nur ein Profi ein Tor mehr. Luca Waldschmidt mischt ebenfalls oben mit, ist mit vier Treffern und zwei Vorlagen unter den Top 4 der Liga.
Diese Zahlen sagen viel über die Qualität der Kölner Bank aus, aber auch über das sogenannte „Ingame-Coaching“ von Kwasniok und Wagner. Der neue Chefcoach steht seinem Vorgänger dabei in nichts nach.
Allerdings hatte es beim auch in dieser Hinsicht exzellent gestarteten Kwasniok zum Ende gehapert. Die letzten Jokertore unter seiner Führung fielen zum Rückrunden-Auftakt gegen Mainz, als der zur Pause einwechselte Ragnar Ache (27) doppelt traf.
In den ersten vier Wagner-Spielen als Hauptverantwortlicher gelangen nun wieder drei Treffer (Castro-Montes gegen Frankfurt sowie Waldschmidt gegen Pauli und Bayer) und zwei Vorlagen (Bülter gegen Frankfurt und Johannesson gegen Bremen). Die starke Positiv-Tendenz macht Hoffnung für den Saison-Endspurt.
Der FC wechselt gut und viel. Denn auch was die Anzahl der Wechsel angeht, spielen die Geißböcke oben mit – und zwar ganz oben. Der FC weist ligaweit die meisten Einwechslungen (153) vor Heidenheim auf. Zum Vergleich: „Schlusslicht“ St. Pauli tauschte lediglich 119-mal.
