Serdar Somuncu hasst den 1. FC Köln. Das ist so weit bekannt. Doch nun gab es auch Worte der Bewunderung und eine schonungslose Abrechnung mit seiner Borussia.
„Diese scheiß Kölner“Somuncu in Rage: Comedian zollt dem FC Respekt

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Kabarettist Serdar Somuncu ist Gladbach-Fan. Von Borussia Mönchengladbach würde er sich etwas wünschen, was er beim 1. FC Köln zuletzt wahrgenommen hat.

Serdar Somuncu ist „wirklich sauer“! Als glühender Anhänger von Borussia Mönchengladbach geriet der Comedian und Kabarettist in der jüngsten Folge von „Buschis Borussia“ auf Youtube völlig in Rage.
Dabei ließ der 57-Jährige kein gutes Haar an den Geschicken des großen Rivalen des 1. FC Köln, der sich wenige Spieltage vor Saisonende ebenfalls noch mitten im Abstiegskampf der Bundesliga befindet.
Serdar Somuncu über den 1. FC Köln: „Ich hasse sie wie die Pest, aber ...“
„Es heißt: ‚Der Fisch stinkt vom Kopf her‘. Aber in diesem Verein ist im Moment der ganze Fisch verdorben. Vom Kopf bis zum Schwanz“, resümierte Somuncu nach einer Aufzählung der aus seiner Sicht begangenen Fehlgriffe und Fehlentscheidungen bei den Fohlen: „Das Ding müsste man noch einmal komplett von null auf hundert drehen.“
Er gehe auch mittlerweile vor Ende der Spiele nach Hause, „weil ich keinen Bock mehr habe“, polterte der Fußball-Fan. Das „Desaster“ im Heimspiel gegen Mainz (1:1) am 30. Spieltag habe er schon kommen sehen. Um den späten Gegentreffer habe man „gebettelt“, schon vor dem Spiel hätte die Mannschaft „die Buxe voll“ gehabt.
Somuncu kritisierte insofern die Einstellung der Gladbach-Profis, bei denen es augenscheinlich nur noch darum gehe, die Spiele „durchzuhalten und nicht zu verlieren“. Es gehe nicht mehr darum, etwas gewinnen zu wollen. „Wenn wir geil spielen, dann können wir auch verlieren“, betonte Somuncu.
Um zu verdeutlichen, wie es besser gehen könnte, blickte Somuncu ausgerechnet zum Rhein-Rivalen. „Ich war beim Derby in Köln“, holte der Künstler aus, um vorher aber noch einzuschieben: „Und die scheiß Kölner, sorry, ich hasse sie wie die Pest...“
Doch Somuncu verdeutlichte auch: „Ich respektiere, wie sehr sie gekämpft haben gegen uns. Die haben sich im eigenen Stadion den Arsch aufgerissen. Und die haben auch vorher mit ihren Fans gesprochen. So muss der Spirit sein!“
Es tue ihm leid, das so sagen zu müssen. Somuncu sei als Fan auch nicht neidisch auf die Kölner, weil er wisse, „dass wir das auch können“. Doch in Gladbach sei eben klar, dass es „mit schönen Choreografien und irgendwelchen Treueschwüren und Anforderungen, die der Trainer ans Publikum herausgibt“ nun einmal nicht gemacht sei. „Der ganze Verein muss den Kampf annehmen und den Ehrgeiz entwickeln, mehr zu machen als nur gegen den Abstieg zu spielen“, so Somuncu weiter.
Zumindest die Tabelle gibt den Fohlen derzeit etwas Luft – auch wenn sie Somuncu wohl kaum beruhigen dürfte. Im darauffolgenden Spiel ermauerte sich Gladbach abermals einen Punkt, diesmal torlos gegen den direkten Abstiegskonkurrenten VfL Wolfsburg.
Es war genug, um nun mit 32 Punkten auf Rang elf zu springen und sechs Punkte bis zum Relegationsplatz zu haben. Der 1. FC Köln liegt mit einem Punkt weniger auf dem 14. Platz.
