Beim 1. FC Köln häufen sich in dieser Saison die muskulären Verletzungen. Ein Überblick.
Lazarett wieder vollFC-Seuche: die Chronik der Muskelverletzungen

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Jan Thielmann muss beim FC vorerst wieder zuschauen.
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Der 1. FC Köln hat die Muskel-Seuche! Gerade in der zweiten Saisonhälfte häufen sich beim Bundesliga-Aufsteiger die Ausfälle wegen muskulärer Verletzungen.
Besonders hart hat es die Truppe von Lukas Kwasniok rund um das Spiel gegen die TSG Hoffenheim erwischt. Gleich drei Spieler landeten nach dem hart umkämpften Punktgewinn im Lazarett. Alle muskulären Verletzungen beim FC im Überblick.
Verletzungs-Chronik: Alle muskulär bedingten Ausfälle beim FC
9. Oktober 2025, Youssoupha Niang – Ausfallzeit: zweieinhalb Monate, vier Spiele verpasst
Der Youngster war nach seiner im Sommer erlittenen Schulterverletzung gerade auf dem Weg zurück, als ihn ein Muskelriss erneut lange in die Reha verbannte. Eine Hinrunde zum Vergessen für den Deutschen U19-Meister.
23. Oktober 2025, Jan Thielmann – Ausfallzeit: vier Wochen, vier Spiele
Mit dem FC-Eigengewächs begann die Muskel-Seuche dann bei den Profis erst so richtig. Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel in Dortmund (bei dem sich Timo Hübers so schwer am Knie verletzen sollte) musste Thielmann das Training abbrechen. „Eine MRT-Untersuchung ergab eine Muskelverletzung, durch die der 23-Jährige zunächst pausieren muss“, teilte der Verein mit. Wie üblich, ohne Details zu nennen.
22. November 2025, Joel Schmied – Ausfallzeit: zweieinhalb Monate, neun Spiele
Beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt versuchte er, vor dem 1:3 durch Jonathan Burkardt noch verzweifelt, zu klären. Doch der Rettungsversuch war nicht nur umsonst, sondern auch folgenreich. Die Verletzung des Abwehrspielers entpuppte sich mit der Zeit als schwerer als zunächst befürchtet, sodass Schmied durch die Verletzung und den Trainingsrückstand schließlich neun Spiele verpasste.
30. November 2025, Dominique Heintz – Ausfallzeit: 17 Tage, zwei Spiele
Der Abwehrroutinier musste beim Spiel in Bremen schon in der Anfangsphase wieder runter. Einen Tag später wurde im MRT ein „kleiner Muskelfaserriss“ im Adduktorenbereich festgestellt.
9. Januar 2026, Dominique Heintz – Ausfallzeit: sechs Wochen, acht Spiele
Im vorletzten Training vor der Abreise aus dem Trainingslager in Spanien zwickte es bei Heintz erneut. Statt nach Heidenheim ging es für ihn mit dem Flieger zurück nach Köln, wo bei Untersuchungen wieder eine strukturelle Verletzung diagnostiziert wurde, die sich diesmal als etwas hartnäckiger als noch im Herbst entpuppte. Mitte Februar stieg Heintz zwar wieder ins Mannschaftstraining ein, wurde von Kwasniok zunächst aber noch nicht wieder nominiert.
19. Januar 2026, Jahmai Simpson-Pusey – Ausfallzeit: gut ein Monat, vier Spiele
Der junge Engländer wurde nach seiner Verpflichtung wegen der Abwehrnot direkt ins kalte Wasser geworfen, absolvierte in der englischen Woche drei Spiele – und wurde dann erst einmal außer Gefecht gesetzt. FC-Trainer Lukas Kwasniok hoffte zunächst auf einen kürzeren Ausfall, doch schließlich fehlte der Innenverteidiger mit einer Oberschenkelverletzung dann doch rund einen Monat.
5. Februar 2026, Alessio Castro-Montes – Ausfallzeit: noch offen, bislang drei Spiele
Auch bei ihm kam die Verletzung zur Unzeit. Der Belgier hatte sich nach einem schweren ersten Halbjahr in Köln endlich in Form gespielt, war der Gewinner des Trainingslagers. „Ich glaube, ich habe die Periode ab Dezember genutzt und habe eine zweite Chance bekommen. Es läuft jetzt sehr gut“, sagte er noch am 5. Februar nach dem Training. Doch dann brachte das MRT die Hiobsbotschaft vor dem Leipzig-Spiel: Er muss pausieren.
18. Februar 2026, Youssoupha Niang – Ausfallzeit: wenige Tage, ein Spiel
Der junge Stürmer brach in der Woche vor dem Hoffenheim-Spiel das Training ab. „Wir hatten die Befürchtung, dass es eine muskuläre Verletzung ist“, sagte Kwasniok, schob die Entwarnung aber direkt hinterher: „Glücklicherweise – vor allem für ihn, weil er echt viele Rückschläge hinnehmen musste – war es nur ein fester Muskel.“
21. Februar 2026, Jan Thielmann – Ausfallzeit: noch offen
Den Offensiv-Allrounder hat es schon zum zweiten Mal erwischt. Beim Spiel gegen Hoffenheim sollte er eigentlich in der Startelf stehen, verletzte sich aber schon beim Aufwärmen. Das MRT ergab eine strukturelle Verletzung.
21. Februar 2026, Sebastian Sebulonsen – Ausfallzeit: noch offen
Der Norweger war bislang komplett ohne Blessuren davongekommen, doch gegen Hoffenheim erwischte es auch ihn. Für den FC ein herber Verlust, denn Sebulonsen kann sowohl als Rechtsverteidiger als auch als Innenverteidiger eine gute Rolle spielen.
23. Februar 2026, Joel Schmied – Ausfallzeit: noch offen
Eigentlich sah es auf dem Platz so aus, als habe er nur einen Krampf, doch nach dem Spiel gegen Hoffenheim klagte auch der Schweizer über muskuläre Probleme. Das MRT brachte bittere Gewissheit: Schmied muss erneut pausieren.


