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„Ist ihm gelungen“FC-Boss erklärt Wagner-Entscheidung und bewertet Kessler-Job

Ulf Sobek und Thomas Kessler beim FC-Training.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Ulf Sobek und Thomas Kessler beobachten beide gemeinsam das Training des 1. FC Köln. 

Aktualisiert:

René Wagner ist auch kommende Saison Trainer beim 1. FC Köln. Vizepräsident Ulf Sobek erklärt, warum man sich im Gemeinsamen Ausschuss für den Trainer-Neuling entschieden hat.

Er hat die Entscheidung, René Wagner zum Trainer für die kommende Saison zu machen, maßgeblich mitgetragen. Denn als Vizepräsident ist Ulf Sobek ein Teil des siebenköpfigen Gemeinsamen Ausschusses beim 1. FC Köln.

Darüber hinaus ist er aus dem Vorstandstrio für den Sport verantwortlich, und damit am ehesten in der Lage, mit Thomas Kessler in die inhaltliche Diskussion zu gehen. Doch wenn es nach dem FC-Vize geht, gab es gar keine Diskussion um die Besetzung der Trainer-Position.

Wagner überzeugt GA mit seinem Konzept

„René musste nicht durchgedrückt werden. Das gesamte Gremium steht voll hinter René. Wir haben natürlich über verschiedene Szenarien diskutiert, alles andere wäre ja nicht seriös. Wenn du aber jemanden hast, der die Leute und das Umfeld kennt, gelangst du schnell zur Überzeugung, dass er der Richtige ist“, sagt Sobek.

Doch was hat das Gremium schließlich überzeugt? Der Punkteschnitt – sechs aus 21 – kann es nicht gewesen sein, ebenso wenig die Art und Weise, wie im Endspurt Fußball gespielt wurde.

Sobek sagt: „Er hat uns mit seiner klaren, analytischen Art einen Weg aufgezeigt, mit dem wir die Klasse halten können. Deswegen haben wir ihm das Vertrauen als Interimstrainer ausgesprochen. Das Ergebnis stand über allem. Wir haben dann hinterfragt: Wie wäre es, wenn er Cheftrainer würde? Da hat er nochmal nicht nur Ziele genannt, sondern auch Wege dahin. Er hat aufgezeigt, wie er trainieren lassen will, wie das Team spielen soll und welche Rollen er zuweisen möchte. Danach waren wir alle der Überzeugung, dass er für diese Situation der Richtige ist.“

Wagner stellte sein Konzept dem gesamten Gremium vor und muss dabei äußerst überzeugend gewesen sein, sodass externe Trainer-Ideen schnell verworfen wurden. „Wir haben uns gefragt: Nehmen wir einen Top-Trainer? Klar ist Pep Guardiola ein Top-Trainer, aber wer wäre das für unser Regal als 1. FC Köln? Oder wollen wir jemanden, was wir schon öfters hatten, aus der 2. Liga, der dort gute Arbeit geleistet hat? Möchten wir vielleicht einen jungen, wilden Trainer mit anderen Ansichten? Das waren Profile, die wir diskutiert haben.“

Das Ergebnis fiel sehr zur Freude von Kessler aus, der Wagner das Vertrauen aussprach und eine Empfehlung für ihn im GA abgab. An dieser Entscheidung muss sich der Sportboss in der kommenden Saison allerdings messen lassen, nachdem die erste Trainer-Entscheidung seiner noch jungen Karriere in die Hose gegangen war. Unter dem Strich ist der Vorstand als Kontrollgremium aber zufrieden mit Kesslers Debüt-Saison.

„Er hat das Ziel erreicht. Wir hatten einen großen Umbruch und einen neuen Trainer. Das Wichtigste war, dass wir weiter in der Bundesliga sind. Das ist ihm gelungen. Bei den Transfers waren absolute Perlen dabei, auch charakterlich. Man darf nicht vergessen, dass keiner von denen vorher Bundesliga gespielt hat. Von daher bin ich sehr zufrieden“, sagt Sobek.

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