Das Spiel zwischen Bayern München und dem 1. FC Köln war die letzte Begegnung für Schiedsrichter Deniz Aytekin in der Bundesliga.
„Das macht etwas mit einem“Schiedsrichter weint noch vor FC-Spiel in München

Schon vor dem Saison-Abschluss in der Allianz-Arena wurde deutlich: Das Spiel zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Köln stand unter einem ganz besonderen Stern.
Die Partie des 34. Bundesliga-Spieltags sollte am Samstag (16. Mai 2026) mit der Übergabe der Meisterschale an die Münchner enden. Schon vor Anpfiff hatte der FCB seine Meister-Mannschaft des Jahres 2001 in voller Mannstärke im Stadion versammelt und von den Fans zum 25-jährigen Jubiläum feiern lassen. Doch nicht nur die ehemaligen und aktuellen Profis standen diesmal im Fokus.
Deniz Aytekin leitete 254 Bundesliga-Spiele
Für Schiedsrichter Deniz Aytekin war das bevorstehende 254. Spiel in der Bundesliga auch gleichzeitig das letzte. Er beendet im Alter von 47 Jahren seine Karriere. Als wohl bekanntester und bei vielen auch beliebtester Schiedsrichter des Landes hinterlässt er in der Liga gewaltige Fußstapfen.
„Routine ist es wirklich nicht. Das Thema dominiert die ganze Woche, und je näher es kommt, desto bewusster und emotionaler wird es. Viele wichtige Menschen werden am Samstag dabei sein – das macht etwas mit einem“, hatte Aytekin unter der Woche im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gesagt.
Ein Sky-Interview rund 20 Minuten vor Anpfiff zeigte dann: Die Umstände des Spiels zeigten bei Aytekin die erwartete Wirkung. Im Gespräch mit Moderator Sebastian Hellmann (58), Experte Lothar Matthäus (64) und Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen (58) kamen Aytekin die Tränen, als er über seine letzten 90 Minuten in der Bundesliga sprach.
Aytekin wischte sich die Tränen aus den Augen, freute sich gleichzeitig über die Aussicht auf mehr Zeit mit der Familie und wusste die Wertschätzung, die ihm in den vergangenen Tagen zuteilgeworden war, sichtlich zu schätzen.
Über seine Gedanken zum Ausklang der Karriere hatte Aytekin vor dem Spiel erklärt: „Ich bin seit über 30 Jahren Schiedsrichter, fast 18 davon in der Bundesliga – statistisch mehr als ein Drittel meines ganzen Lebens. Das lässt sich nicht einfach wegdenken.“
