Said El Mala durfte nicht mit zur WM, trotz bester sportlicher Argumente. Der FC nimmt die Erklärung von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann im Nachgang aufs Korn.
„Ragebait“ wegen El Mala1. FC Köln tritt gegen Nagelsmann nach

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Scheiterte als Bundestrainer mit der DFB-Elf bereits im WM-Sechzehntelfinale: Julian Nagelsmann

Jetzt muss er aber Said El Mala dazuholen!
So ungefähr dürften es sich so ziemlich alle FC-Fans gedacht haben, als Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann im Juni vor der WM zum Nachnominieren eines Spielers gezwungen war.
FC genervt von Nagelsmanns El-Mala-Entscheidung
Doch daraus wurde bekanntlich nichts. Nagelsmann entschied sich für Assan Ouédraogo von RB Leipzig. Der Mittelfeldspieler rückte für den verletzten Lennart Karl in den DFB-Kader nach, der sich im Abschlusstraining vor der WM-Generalprobe gegen die USA einen Muskelbündelriss zugezogen hatte.
Die Folge war ein Sturm der Entrüstung – nicht nur unter FC-Fans! „Nichts gegen Ouédraogo, aber dass ein El Mala nicht nachnominiert wird, ist verrückt“, beklagte ein Anhänger damals bei Instagram unter dem DFB-Posting zur Nominierung. Auch zahlreiche Experten hatten sich zuvor für eine El-Mala-Nominierung ausgesprochen.
Die Begründung von Nagelsmann konnte jedenfalls nicht zum Verständnis für die Entscheidung beitragen. Im Gegenteil: Bis heute fragen sich Fußballfans, wie es passieren konnte, dass ein Spieler mit den Fähigkeiten eines El Mala nicht mit zum WM-Turnier fahren durfte.
Nagelsmanns Erklärung klang damals so: „Eine wichtige Komponente, und das darf man einfach nicht außer Acht lassen: El Mala hat jetzt einfach zweieinhalb Wochen nicht trainiert, ein bisschen Läufe gemacht. Ich glaube, sein letztes Spiel war am 16. Mai. Und Assan hat am 29. Mai noch gespielt. Der hat also vor sechs Tagen noch ein Spiel gehabt. Und es bringt uns kein Spieler was, den wir nochmal eine Woche ranführen müssen, sondern er muss sofort fit sein.“
Doch plausibel klingt dann doch irgendwie anders – auch aus Sicht des 1. FC Köln, der sich im Nachgang nun ein scherzhaftes Nachtreten erlaubt hat.
Via Instagram postete der Verein Nagelsmanns Einschätzung zu El Mala im Zuge einer scherzhaften Suche nach dem Jugendwort 2026 per Video. Darunter der Wortvorschlag: Ragebait!
„Ragebait bezeichnet Online-Inhalte, die bewusst nerven, ärgern oder wütend machen“, bringt der FC seine unmissverständliche Meinung zur Nichtnominierung El Malas offen zum Ausdruck.
In der Kommentarspalte kommt das gut an. „Nagelsmann beschreibt ragebait sehr gut haha“, amüsiert sich ein User. „Weltklasse analysiert, Herr Nagelsmann“, schreibt ein anderer.
Man ist sich einig: „Nagelsmann hätte Said El Mala mal lieber mitgenommen“. Dass das Thema nun endgültig abgearbeitet scheint, vermerkt ein anderer derweil im Wrestling-Ton: „Finisher … schöne Grüße an Herrn Nagelsmann“
