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„Uns bringt kein Spieler was ...“Ouédraogo statt El Mala: So erklärt Nagelsmann seine Wahl

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Nach der Verletzung von Lennart Karl entschied sich Julian Nagelsmann gegen eine Nachnominierung von Said El Mala. Nun hat er ausführlich erklärt, warum.

Assan Ouédraogo (20) statt Said El Mala (19): Diese Nachnominierung hat nicht nur Lothar Matthäus überrascht. Der DFB-Rekordspieler sagte bei einem DFB-Sponsorentermin in Chicago, dass El Mala sein erster Gedanke gewesen sei, als er vom WM-Aus von Lennart Karl (18) erfahren habe.

Doch Julian Nagelsmann entschied sich für den jungen Leipziger, der anders als El Mala kein klassischer Flügelspieler ist. Vor der WM-Generalprobe gegen die USA begründete Nagelsmann seine Wahl ausführlich – und ließ durchaus aufhorchen.

„El Mala hat zweieinhalb Wochen nicht trainiert“

Seine Entscheidung sei relativ schnell gefallen, erklärte Nagelsmann im Interview mit RTL. „Wir haben ja den Kader so zusammengestellt, dass wir im Prinzip über links jetzt mit Flo (Florian Wirtz, Anm. d. Red.) und Maxi Beier und über rechts mit jetzt noch Leroy (Sané) und dann Jamie Leveling vier Spieler haben“, so Nagelsmann, der aus seiner Sicht also nicht zwingend einen weiteren Flügelspieler brauchte, obwohl Karl zuletzt über rechts gekommen war.

„Wir haben Kai (Havertz), wir haben Jamal (Musiala), die die Position spielen können“, so Nagelsmann weiter: „Und wir können die Position außen auch anders auffangen. Wir haben ja auch mit Lenny keinen richtig klassischen Außenstürmer, sondern es sind alles eigentlich Zehner. Auch Lenny ist eigentlich ein Zehner, der da spielt. Das könnte auch Assan.“

Man habe unbedingt einen anderen jungen Spieler nachnominieren wollen, erklärte Nagelsmann: „Wir haben uns dann einfach für den entschieden, der bei uns von den Jungen zusammen mit Lenny den besten Eindruck hinterlassen hat.“

Ouédraogo war im November gemeinsam mit El Mala in den DFB-Kader berufen worden. Während El Mala nach dem ersten Spiel gegen Luxemburg ohne Einsatz zur U21 geschickt wurde, durfte der Leipziger bleiben. Beim 6:0 gegen die Slowakei feierte er sein Debüt und erzielte dabei sogar ein Tor.

Nagelsmann gefiel damals offensichtlich, was er sah: „Wir müssen natürlich immer so ein bisschen bewerten, was passiert im Verein. Wir müssen aber auch bewerten, was passiert bei uns und dann auch gucken, welche Anerkennung hat der Spieler schon bei uns in der Mannschaft. Und Assan hat von allen Spielern nach seinem Lehrgang extrem positives Feedback gekriegt. Er ist ein super angenehmer Mensch, der große Fähigkeiten hat.“

El Mala dagegen konnte den Bundestrainer im November offensichtlich noch nicht komplett überzeugen. Eine weitere Chance bekam er danach trotz starker Rückrunde beim 1. FC Köln nicht mehr.

Doch dass er nun nicht nachnominiert wurde, hat laut Nagelsmann noch einen anderen Grund. „El Mala hat jetzt einfach zweieinhalb Wochen nicht trainiert, ein bisschen Läufe gemacht. Ich glaube, sein letztes Spiel war am 16. Mai. Und Assan hat am 29. Mai noch gespielt. Der hat also vor sechs Tagen noch ein Spiel gehabt. Er war noch in Südafrika mit Leipzig und ist total im Saft, im Rhythmus. Und uns bringt jetzt kein Spieler was, den wir noch mal eine Woche ranführen müssen, sondern er muss sofort fit sein. Und Assan ist fit, ist ein toller Spieler und der wird uns auch weiterbringen.“

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