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„Stand vor der Saison schon fest“Klatsche beim FC: Rapper Finch zählt Union-Trainer an

Finch in Union-Trainingsjacke

Copyright: IMAGO/Martin Müller

Nils Wehowsky alias Finch zeigt seine Liebe zu Union Berlin auch bei Konzerten.

Nach den jüngsten Pleiten herrscht Frust bei Union. Nun platzt Musiker Finch der Kragen.

Geduldsfaden gerissen! Als leidenschaftlicher Unterstützer fiebert der 36-jährige Rapper Finch – der im echten Leben Nils Wehowsky heißt – stets beim 1. FC Union Berlin mit. Doch nun läutet der prominente Anhänger lautstark die Alarmglocken.

Unter einem offiziellen Instagram-Posting seines Lieblingsvereins macht er seiner großen Verärgerung Luft. Das berichtet „bild.de“.

Finch fordert: „RECHTZEITIG die Reißleine ziehen“

Dabei wählt der Künstler extrem deutliche Worte: „Ich hoffe, die Verantwortlichen ziehen RECHTZEITIG die Reißleine und nicht erst zur Winterpause, wenn wir mit 9 Punkten Rückstand aufm Abstiegsplatz stehen .. Sorry, aber man sieht seit Wochen KEIN KONZEPT, KEINE STRUKTUR und vor allem KEINE SCHRITTE NACH VORN .. Ich hasse es selber, wenn Leute ständig nur das Schlechte sehen ... aber wenn wir ehrlich sind, stand vor der Saison schon fest, wo es hingeht.“

Hintergrund der Wutrede ist das jüngste Auswärts-Debakel der Berliner Mannschaft. Durch eine heftige 0:5-Abreibung beim 1. FC Köln verabschiedete sich das Team krachend aus dem DFB-Pokal. Nicht die erste Klatsche in dieser Saison: Bereits zum Auftakt der Bundesliga-Spielzeit musste der Klub vier Treffer in Leverkusen sowie satte sieben Gegentreffer in München schlucken.

Die Botschaft hinter diesen Aussagen lässt keinerlei Zweifel offen: Aus Sicht des bekannten Sprechgesangskünstlers muss Trainer Mauro Lustrinelli (50) sofort seinen Posten räumen. Erst zu Beginn der aktuellen Spielzeit hatte der Schweizer das Ruder bei den Berlinern übernommen. Damals trat er das Erbe der 35-jährigen Marie-Louise Eta an, die die Mannschaft übergangsweise trainiert hatte. Aktuell steht die Vereinsführung jedoch weiterhin hinter Lustrinelli.

Lediglich sechs Zähler hat der Hauptstadtklub bislang auf dem Konto, was im Liga-Alltag aktuell den mageren 17. Tabellenrang bedeutet. Obendrein droht am kommenden Wochenende der endgültige Absturz: Sollte Borussia Mönchengladbach am Samstag die Partie gegen Paderborn für sich entscheiden und Berlin am darauffolgenden Sonntag (15.30 Uhr) erneut gegen den FC leer ausgehen, wären die Eisernen das neue Schlusslicht der Liga.

Während die breite Öffentlichkeit Finch primär durch seine Musik kennt, gilt er im Berliner Stadtteil Köpenick vor allem als extrem loyaler Union-Fan. Immer wieder verfolgt er die Heimspiele von den Stehplätzen der sogenannten Waldseite im Stadion An der Alten Försterei aus. Auch zu Europapokalspielen reiste der Musiker seinem Klub früher schon hinterher. Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt er zudem im vergangenen Juli: Damals durfte der Künstler gleich zweimal hintereinander vor großer Kulisse in der heimischen Arena auftreten. (red)