Das 5:0 des 1. FC Köln gegen Union Berlin hat auch Pierre Littbarski begeistert. Die FC-Legende schwärmt vom Offensivfußball der Kölner und richtet einen deutlichen Appell an den Trainer.
„Lass die Jungs raus“Littbarski mit klarer Trainer-Ansage nach Pokal-Gala
Von Pfiffen und Trainer-Raus-Rufen zum großen Fußballfest: Innerhalb weniger Tage hat sich die Stimmung rund um den 1. FC Köln grundlegend verändert.
Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Schalke 04 zeigte die Mannschaft von René Wagner (38) ein völlig anderes Gesicht und fegte Union Berlin mit 5:0 aus dem Stadion.
Littbarski schwärmt von Kölns Offensivkraft
Einer, der die Partie nur zu gerne live verfolgt hätte, ist Pierre Littbarski (66). Die FC-Legende meldete sich nach dem Kantersieg mit einem Video auf seinem Instagram-Account zu Wort und machte aus seiner Begeisterung keinen Hehl.
„So ein Mist, da nimmt der FC Union Berlin auseinander und ich kann nicht im Stadion sein“, ärgerte sich Littbarski zunächst über seine verpasste Gelegenheit.
Besonders der mutige Auftritt der Kölner hatte es dem Weltmeister von 1990 angetan. Nach der zuletzt schwachen Vorstellung gegen Schalke präsentierte sich der FC im Pokal wie ausgewechselt. Mit hohem Tempo und schnellen Kombinationen stellte die Wagner-Elf die Berliner immer wieder vor Probleme.
Vor allem Said El Mala (20) und Linton Maina (27) sorgten für Begeisterung. El Mala brachte die Kölner in der 32. Minute in Führung, bereitete nach der Pause Mainas Treffer vor und legte wenig später mit einem sehenswerten Abschluss das dritte Tor nach. Isak Johannesson (23) und Sebastian Sebulonsen (26) machten den Kantersieg schließlich perfekt.
Littbarski hofft nun, dass die Mannschaft ihre Offensivqualitäten auch dauerhaft abrufen kann. „Wenn der Trainer es schafft, diese Offensivkraft auch in der Liga zu aktivieren, dann mache ich mir um den FC gar keine Sorgen. Wenn dann das Turbo-Duo Maina und El Mala genauso zündet, dann werden wir auch die entsprechenden Punkte einfahren“, so der 66-Jährige.
Die nächste Gelegenheit, den Pokal-Auftritt zu bestätigen, bietet sich am Sonntag. Dann steht die Reise zu Union Berlin in der Liga an. Für Littbarski ist das Spiel eine wichtige Gelegenheit, um zu zeigen, dass die Gala gegen Union kein einmaliger Ausreißer war: „Da kann man schonmal zeigen, dass das keine Eintagsfliege war.“
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Laut dem Weltmeister von 1990 solle Wagner seiner Mannschaft weiterhin die Freiheiten geben, die sie beim Pokalerfolg so eindrucksvoll genutzt hatte: „Trainer, lass die Jungs raus! Die wollen offensiv spielen, die können offensiv spielen und dann lieber mal ein Spiel vergeigen. Aber so wie gestern ein Fußballfest, das macht allen Spaß.“
Für Littbarski ist die Richtung damit klar: Lieber mutiger Offensivfußball mit gelegentlichen Rückschlägen als ein zurückhaltender Auftritt wie zuletzt gegen Schalke. Ob die Kölner den Schwung in die Bundesliga mitnehmen können, wird sich am Sonntag zeigen.
