Pokal-Fight gegen Baumgart-Liebling Diese Millionen-Chance darf sich der FC nicht entgehen lassen

Es geht um das Viertelfinale, viel Geld und einen großen Traum. Steffen Baumgart will mit dem 1. FC Köln den Hamburger SV raushauen und die nächste Pokal-Runde klarmachen. Auch wenn der Trainer seit seiner Kindheit HSV-Fan ist...

Der Pokal und Köln, das war in der jüngeren Klub-Geschichte keine Liebesbeziehung. Am Dienstag (18. Januar 2022) winkt dem FC gegen Hamburg der erste Viertelfinal-Einzug seit zwölf Jahren – und gleichzeitig eine siebenstellige Summe. Diese Millionen-Chance darf sich Köln in der Pandemie nicht entgehen lassen!

Aus finanzieller Sicht lautet das FC-Motto für das Traditions-Duell mit dem HSV ähnlich wie der Chart-Hit von Max Giesinger: eine von 80 Millionen…

1. FC Köln erstmals seit 2010 im Viertelfinale des DFB-Pokals?

Kölns Umsatzverluste seit Pandemie-Beginn haben diese Grenze mittlerweile überschritten, sind auf rund 85 Millionen Euro angestiegen – eine können sich die Geißböcke am Dienstagabend (18.30 Uhr, live auf Sport1 und im Liveticker auf EXPRESS.de) zurückholen! Die Prämie für das Pokal-Viertelfinale liegt knapp im siebenstelligen Bereich.

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Lizenzspieler-Leiter Thomas Kessler (35) sagt: „Natürlich ist das ein finanzieller Vorteil. Wir müssen uns ja nichts vormachen, je weiter man kommt, desto besser ist es für den Klub. Aber solche Themen halten wir von der Mannschaft weg. Am Dienstag steht das Sportliche im Vordergrund.“

Und das ist mindestens genauso reizvoll. Köln (Pokalsieger 1968, 1977, 1978 und 1983) stand seit der Saison 2009/10 nicht mehr in der Runde der letzten Acht. Damals war nach drei Roten Karten (Chihi, Podolski und Petit) beim FC Augsburg Schluss – jetzt träumt Steffen Baumgart (50) vom ganz großen Wurf.

Steffen Baumgart: „Wenn ich einen Titel holen will...“

Der FC-Coach sagt gewohnt offensiv: „Die Chance, im DFB-Pokalfinale zu stehen, ist im Moment größer, als Meister zu werden. Wenn ich einen Titel holen will, und das will ich wie jeder Trainer, ist der Pokal die größte Möglichkeit.“

Es wäre nicht Baumgarts erstes Endspiel: „Ich stand als 17-Jähriger im DDR-Pokalfinale, seitdem ist der Pokal für mich immer besonders. Im Olympiastadion durfte ich vier-, fünfmal als Zuschauer dabei sein. Ich glaube, es gibt kaum ein größeres Spiel. Deswegen ist das ein Traum von mir, den ich jedes Jahr verfolge.“

Damit dieser Traum weiterlebt, muss Baumgart mit dem FC einen ganz speziellen Gegner raushauen! Denn nach seinem Paderborn-Abschied war der HSV ebenfalls heiß auf den Kölner Trainer. Zudem macht der gebürtige Rostocker kein Geheimnis aus seinen Sympathien für den einstigen Erstliga-Dino.

Baumgart erklärt: „Ich bin von Kindesbeinen an ein bisschen HSV-Fan. Damals war das noch eine Größe. Und da ich sehr treu bin, wechsele ich auch nicht gleich, nur weil andere besser spielen. Da gibt eine gewisse Verbundenheit – aber nicht am Dienstag.“

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Steffen Baumgart: „Wir sind der Bundesligist und der Favorit“

Im Achtelfinale ruht die Liebe zu den Rothosen! Zumal Kölns Aussichten, im Pokal weit zu kommen, dieses Jahr so gut wie schon lange nicht mehr sind. Nicht nur, weil der FC jeden Gegner schlagen kann. Mit Bayern und Leverkusen sind bereits einige Hochkaräter raus. Erhöht auch Kölns Chancen auf weitere Einnahmen, im Halbfinale werden zwei Millionen Euro ausgeschenkt. Plus Zuschauer-Einnahmen, sollten wieder Fans erlaubt sein.

Aber: Der FC ist gewarnt! 2021 war im Achtelfinale gegen einen Zweitligisten Schluss – damals im Elfmeterschießen bei Jahn Regensburg. Die größte Enttäuschung der vergangenen Jahre gab’s 2019, als sich Köln mit Ex-Coach Achim Beierlorzer (54) bei Regionalligist Saarbrücken blamierte.

Wie schwer der HSV zu besiegen ist, beweist er in der 2. Liga. Hamburg steht als Fünfter zwar nicht auf einem Aufstiegsplatz, hat diese Saison aber erst zwei Spiele verloren – eine beachtliche Bilanz.

Baumgart weiß: „Man kann gegen Hamburg Schwierigkeiten kriegen. Weil sie nicht nur spielerisch gut sind, sondern auch ein sehr gutes Umschaltspiel haben. Aber das sollte uns nicht interessieren. Wir sind der Bundesligist und der Favorit, so sehe ich uns auch. Unser klares Ziel ist, mit dem Feuer und der Intensität der letzten Spiele zu Hause zu gewinnen. Das sollte zu sehen sein.“

Viel Tradition, Kohle, Trainer-Sympathien und große Träume – klingt nach einem geilen Pokal-Abend in Müngersdorf! Schade, dass wieder nur 750 Fans dabei sein dürfen.

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