Für den 1. FC Köln wird die Lage im Bundesliga-Abstiegskampf immer enger. Lothar Matthäus wollte Trainer Lukas Kwasniok keine Job-Garantie über das Spiel beim HSV hinaus aufstellen.
„Nicht mal mehr im Derby“Matthäus zählt Kwasniok vor FC-Spiel an – Lob nach Abpfiff

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Lukas Kwasniok (44) kämpft beim 1. FC Köln um den Klassenerhalt – und um seine Zukunft. Während am Geißbockheim weiterhin Geschlossenheit demonstriert wird, zweifeln immer mehr Experten inzwischen über das Schicksal des Trainers.
Vielfach war bislang davon ausgegangen worden, dass der FC seinem Coach auf jeden Fall noch Zeit bis zur Länderspielpause gibt, um die massive Negativ-Entwicklung (zwei Siege in den 16 Partien seit dem Hinspiel gegen den HSV) umzukehren. Doch vor dem 1:1 im Gastspiel beim Hamburger SV am Samstag (14. März 2026) verschärfte Sky-Experte Lothar Matthäus (64) den Ton noch einmal.
Matthäus weist bei Kwasniok auf „Gesetze des Sports“ hin
Von Moderator Sebastian Hellmann (58) auf die Lage beim FC angesprochen, sagte der Rekordnationalspieler in den Vorberichten: „Es kommt auf die Performance an. Ich verstehe die Diskussion, die Punkte fehlen natürlich, da wird über den Trainer diskutiert. Die Leistungen stimmen, die Punkte nicht.“
Lange hatten die Sky-Experten wie Matthäus und Dietmar Hamann (52) darauf verwiesen, dass der FC grundsätzlich ordentliche auftrete und daher noch nicht die Zeit für die ganz großen Zweifel gekommen sei. Doch für Matthäus hat diese Geduld nach dem kontinuierlichen Abrutschen in den Tabellenkeller ein Ende.
„Wenn ein schlechtes Spiel und eine Niederlage bei Köln steht, dann könnte ich mir vorstellen, dass Kwasniok nicht einmal mehr das Derby betreut“, stellte er sogar das Szenario einer Entlassung noch vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am kommenden Wochenende in den Raum. Matthäus vielsagend: „Wenn die Ergebnisse nicht da sind, greifen die Gesetze des Sports …“
Sky-Expertin Julia Simic (36) erklärte beim Vergleich der beiden Aufsteiger, dass die „Lernkurve beim HSV“ deutlich höher sei. Über den FC sagte die Ex-Nationalspielerin: „Das tut schon weh, weil du siehst, wie sie ein bisschen im freien Fall sind.“
Nach Abpfiff klang Matthäus dann aber schon wieder deutlich positiver. „Der FC hat mehr für das Spiel getan“, lobte er den Kölner Auftritt und bescheinigte den Gästen ein gutes Spiel: „Wenn eine Mannschaft den Sieg verdient hätte, wäre es für mich der 1. FC Köln gewesen.“
Weil die Kölner „einen Punkt im Abstiegskampf gewonnen“ hatten, war die kurzfristige Zukunft des Trainers daher bei Sky auch gar kein Thema mehr. Entscheidenden Charakter hat damit, wie schon zuvor erwartet, das Duell gegen Gladbach in einer Woche.

