Abo

+++ Eilmeldung +++ Feuerdrama in Köln Einsatz in Mülheim – eine Person bei Brand vermisst

+++ Eilmeldung +++ Feuerdrama in Köln Einsatz in Mülheim – eine Person bei Brand vermisst

„Eine Katastrophe“Basler glaubt nach Kwasniok-Aus nicht mehr an den FC

Der ehemalige Profi-Fußballer Mario Basler faltet während eines Interviews die Hände.

Copyright: Christoph Soeder/dpa

Mario Basler, ehemaliger Fußballprofi, blickt in seinem Podcast skeptisch in Richtung Köln: „Für den FC wird es noch einmal sehr eng“, sagt er.

Der Ex-Fußballer nimmt sich in seinem Podcast die jüngsten Entwicklungen am Geißbock zur Brust – und lässt kein gutes Haar an der Trainer-Entscheidung von Sportchef Kessler.

Der 1. FC Köln hat bei Lukas Kwasniok die Reißleine gezogen, setzt vorerst auf dessen Co-Trainer René Wagner – eine richtige Entscheidung von der Vereinsführung im Kampf gegen den Abstieg?

Für den Ex-Nationalspieler Mario Basler ist der Vorgang am Geißbockheim vor allem eines: „eine Katastrophe“, wie der 57-Jährige in der neuesten Ausgabe seines „Basler ballert“-Podcasts betont.

Mario Basler: „Für den 1. FC Köln wird es nochmal sehr eng“

Basler stellt klar, dass er immer dafür plädiere, das gesamte Trainerteam zu entlassen, sobald ein Trainer den Verein verlassen muss. In Köln habe der Vorgang nun einen „faden Beigeschmack“. Was der frühere Bayern-München-Profi überhaupt nicht verstehen kann: „Warum muss der eine Co-Trainer gehen, während der andere übernehmen darf?“

Schließlich habe auch René Wagner seinen Teil zur FC-Misere beigetragen, sei in Entscheidungen des Cheftrainers Kwasniok involviert gewesen: „Ich glaube jetzt nicht, dass Kwasniok sagt: ‚Ihr macht nur das Aufwärmprogramm und den Rest mache ich.‘ Er wird sich ja absprechen mit seinem Trainerteam.“

Dass man in Köln jetzt hingehe und sage: „Der Trainer und der Co-Trainer müssen gehen, der andere Co-Trainer darf übernehmen“, ist ein Schritt, der Basler verwundert. „Das ist auch so eine kleine Charakterfrage.“

Einen Impuls von außen gebe es nun eben nicht. Daher werde es „für die Kölner jetzt nochmal sehr eng“ werden, ist sich der Fußball-Experte sicher. Lukas Kwasniok habe er als „sehr, sehr guten Trainer“ gesehen. Aber: „Für den nächsten Trainer wird es nicht einfacher. Der muss gleich beim Auswärtsspiel in Frankfurt anfangen – und auch die müssen langsam mal wieder gewinnen.“

Grundsätzlich habe sich beim 1. FC Köln wieder einmal eine verfehlte Erwartungshaltung eingeschlichen. „Ich glaube einfach, dass die Mannschaft nach dem Aufstieg überperformt hat – und jetzt sind sie eigentlich in den Regionen, wo sie sich von Anfang an hätten befinden müssen. Aber in Köln haben sie schon von der Champions League geträumt. Es war klar, dass sie da irgendwann runterrutschen würden. Und der Lauf, den sie haben – der Anti-Lauf, muss man sagen – der wird nicht einfacher.“

Zudem blickt Basler beeindruckt in Richtung FC-Konkurrenz. Vor allem der FC St. Pauli aktuell auf dem Relegationsplatz hat es ihm angetan. „Wenn du gesehen hast, wie die zu Hause Gas geben, wie die spielen, wie die auch kämpfen. Ich glaube, dass Pauli schon die stabilere Mannschaft ist“, schätzt Basler ein, womit er seinen Glauben an eine direkte Kölner Rettung wohl verloren hat.

Denn bei den Hamburgern herrschten eben keine falschen Erwartungen: „Die wissen genau, dass sie von Anfang an gegen den Abstieg spielen – und sie bleiben dabei ruhig. Da gibt es gar keine große Diskussion über den Trainer.“

Auch ein Negativlauf zwischendurch ändere daran nichts, weil die Marschrichtung bei den Kiezkickern von Beginn an klar gewesen sei. Basler schwärmt: „Das siehst du auch in der Mannschaft. Die wollen unbedingt. Klar ist das auch eine Qualitätsfrage – aber ich glaube, dass St. Pauli im Moment stabiler ist als die Kölner.“

Und ob im Fall der Fälle noch einmal Feuerwehrmann Friedhelm Funkel die Eisen für den 1. FC Köln aus dem Feuer holen könnte? Basler ist auch hier skeptisch: „Ich weiß nicht, ob sich das Friedhelm noch ein zweites Mal antut.“

Thomas Kessler bei einer Presserunde am Geißbockheim.

Neuer FC-Trainer

Kessler hat Wagner-Plan, bei Funkel schmunzelt er