Alessio Castro-Montes war im Sommer auf den letzten Drücker zum FC gekommen. Jetzt drängt sich der Belgier auch für Startelf-Einsätze auf.
„Schon ein Risiko eingegangen“Spanien-Gewinner von der Bank wieder in die Startelf?

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Alessio Castro-Montes (l.) kommt beim 1. FC Köln immer besser zurecht. Im spanischen Trainingslager empfahl sich der Belgier für weitere Einsätze.
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Er war beim 1. FC Köln der überraschende Gewinner des Trainingslagers im spanischen La Nucia. Wohl die wenigsten hätten vorher auf Alessio Castro-Montes getippt.
Der Belgier war im Sommer auf den letzten Drücker gekommen und hatte in der Vorrunde nur wenige Chancen von Lukas Kwasniok bekommen. Der FC-Trainer schmiss ihn nach wenigen Trainingseinheiten gleich gegen Wolfsburg rein, nur um ihn danach dafür zu kritisieren.
Kwasniok lobt Castro-Montes: „Gegen Mainz ist er ein Startelf-Kandidat“
Dann ließ er ihn wochenlang links liegen und erst gegen Bremen Ende November durfte er dann sein Startelf-Debüt feiern. Das ging allerdings in die Hose, sodass „Monti“ danach wieder außen vor war.
Nun scheint er mit einem halben Jahr Verzögerung endlich angekommen zu sein. In Spanien machte der Belgier einen taufrischen und angriffslustigen Eindruck. Diesen konnte er auch bei seinem Startelf-Einsatz in Heidenheim bestätigen. Castro-Montes war beim 2:2 an der Brenz bester Kölner, bereitete beide Tore vor und schaffte es in die „Kicker“-Elf des Tages.
Damit hätte er sich eigentlich das Highlight-Spiel gegen die Bayern verdient, doch stattdessen saß der Rechtsfuß 90 Minuten draußen. Wieso? „Er hätte aus der kalten Hose mit einer englischen Woche starten müssen, weil er vorher länger nicht gespielt hat“, erklärt Kwasniok: „Wir sind mit Jahmai in der Innenverteidigung schon ein Risiko eingegangen. Auf der Schiene ist es aber noch mal deutlich höher.“
Ein weiterer Grund könnte sein, dass Kwasniok das gerade erst erlangte Selbstvertrauen seines Schützlings konservieren wollte. Ein Duell gegen Superstar Michael Olise ist in der Regel kein Vergnügen und kann zu Frust führen. Wobei Vertreter Kristoffer Lund seine Sache sehr ordentlich gemacht hat und nur wenig gegen den Franzosen zuließ.
Dennoch deutet im wegweisenden Spiel gegen den FSV Mainz 05 wieder einiges auf Castro-Montes hin. Das Spiel gegen den direkten Konkurrenten hat er sich mit seinem bärenstarken Spiel gegen Heidenheim verdient.
„Gegen Mainz ist er ein Startelf-Kandidat“, bestätigt auch Kwasniok: „Er bringt mit seinem rechten Fuß und seiner Kreativität ein anderes Element mit.“

