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FC-Stadionsprecher im RegenMoskau-Botschafter sieht „Trainerproblem“

Aktualisiert

Die aktuelle Situation des 1. FC Köln besorgt auch einige prominente Fans. Stadionsprecher Michael Trippel stand trotz Frühlingswetter im Regen.

In Köln hat in dieser Woche der Frühling ein Stelldichein gegeben, doch die Niederlage in Augsburg hat vielen FC-Fans die Stimmung ordentlich verhagelt.

Selbst Stadionsprecher Michael Trippel ließ sich angesichts der immer bedrohlicheren Lage im Abstiegskampf zu einem verregneten Instagram-Post hinreißen.

Kölner Stadionsprecher fleht: „Bitte kämpfen, FC“

Trippel veröffentlichte ein Schwarz-Weiß-Foto, das ihn mit Regenschirm neben der Hohenzollernbrücke zeigt, wie er auf die andere Rheinseite und den Kölner Dom blickt. Im Vordergrund des Fotos sind Pfützen zu sehen.

Dazu schreibt Trippel: „Obwohl die Sonne über Köln scheint, fühle ich eine Menge ‚Tristesse‘.“ Der Stadionsprecher macht sich wie viele große Sorgen um seinen Herzensklub. „Bitte kämpfen, FC“, schließt er seinen Post, den er zudem mit einem weinenden Smiley und einem Geißbock-Emoji versehen hat.

Rund um den FC herrscht Alarmstimmung. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist bedrohlich zusammengeschmolzen. „Mittendrin, statt nur dabei“, sieht auch Ex-FC-Profi Christian Clemens den Verein „endgültig im Abstiegskampf angekommen“.

Die Leistung in Augsburg sei „sehr schlecht“ gewesen, so Clemens in einem Instagram-Video. Es sei eine „sehr, sehr schwierige Phase“, erklärte der gebürtige Kölner. „Es wird jetzt doch enger, als ich gehofft und erwartet habe“, gibt Clemens zu, der aber seinen Optimismus noch nicht verloren hat. „Ich bin trotzdem immer noch guten Mutes, dass der FC am Ende die Klasse hält.“

Ob Alexander Graf Lambsdorff das auch ist? Der FDP-Politiker, der aktuell als deutscher Botschafter in Moskau tätig ist, das Fußball-Geschehen in seiner Heimat aber dennoch verfolgt, kritisierte bei X FC-Trainer Lukas Kwasniok.

„Momentaufnahme: Hat Bülter zuletzt mal getroffen? Nein. Hat El Mala letzte Woche getroffen, als es drauf ankam? Ja. Wer spielt bei #FCAKOE fast 70 Minuten? Bülter. Problem: Diese Momentaufnahme ist ein Muster. Und wenn das so ist, dann hat der #effzeh ein Trainerproblem“, schrieb Lambsdorff.

Auf den Hinweis einiger User, dass El Mala unter der Woche angeschlagen war und deshalb nicht von Anfang an spielte, ruderte Lambsdorff zumindest teilweise zurück. „Verstanden. Danke. Dann war die Momentaufnahme für heute unscharf, auch weil er wieder eingewechselt wurde. Das Muster ist aber dennoch seit über 20 Spieltagen so.“ (are)

Isak Johannesson, Jakub Kaminski und Florian Kainz gehen nach Spielende in Augsburg mit langen Gesichtern in die Kurve zu den FC-Fans.

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